Mein Wunsch für 2020: Im Hauptberuf Mensch

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Ich maße mir nicht an, die medialen "Nicht-Ereignisse" insbesondere der letzten Tage umfassend beurteilen zu können. Aber ich maße mir an, mir für 2020 etwas zu wünschen: Eine Aussage zu tätigen, wie sie der gerade verstorbene Jan Fedder über sich traf: "Hauptberuflich bin ich Mensch." Lassen Sie uns das Jahr 2020 unter dieses Motto stellen.

Mobilitätswandel ist Haltung - nicht Technik

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Politik und Autohersteller in Deutschland jazzen aktuell große Produktionszahlen in Sachen Elektromobilität, mögliche Verkaufsstarts von zum Teil wieder riesigen Modellpaletten, schaffen eine Verdopplung der Kaufprämie durch Investition der Wirtschaft, aber ist es wirklich der Austausch von Antrieben, der die Verkehrswende voranbringt? Oder bedarf es nicht vielmehr eines Austausch von Unternehmenskultur und Haltung in Firmen, die heute zum Unternehmenswandel beitragen müssen. Der bedeutet: Deutlich weniger Autos (fahren und bauen) und weitaus mehr andere Mobilität jenseits des PKW fördern? Was braucht die Verkehrswende? Dazu habe ich mir Gedanken gemacht - und freue mich auf Austausch.

VOI und HOCHBAHN testen komplementären Mobilitätsmix

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Im Sommer schlugen die Wellen hoch – eine neue Mobilitätsform eroberte vor allem die großen Städte Deutschlands und brachte Fans und Gegner gleichermaßen in Wallung: Gleich mehrere E-Scooter-Anbieter platzierten ihre Fahrzeuge im öffentlichen Raum. Und sorgten dafür, dass dieser eh schon knapp bemessene Platz noch voller wurde. Die Debatte wurde nicht um den Stadtraum an sich geführt, vielmehr ging es darum, dieser Form von  Mikromobiliät ihre Berechtigung abzusprechen. Beinahe minutiös wurden Unfälle und Fehlverhalten von E-Scooter-Nutzern medial aufbereitet – das Sommerloch wurde mit diesem Thema problemlos gefüllt. In Hamburg hat man bei der HOCHBAHN zusammen mit dem Scooter-Anbieter VOI sich davon nicht beirren lassen: Hier wird seit Juli an zwei Schnellbahnhaltestellen in Berne und Poppenbüttel getestet, ob durch Mikromobilität die erste und letzte Meile in Kombination mit dem ÖPNV-Angebot Autofahrten ersetzen kann. Ich habe mich mit Projektleiter Sebastian Hofer vor Ort getroffen, um mir das genauer anzuschauen.

Ich bin einer von 25 "LinkedIn Top Voices"

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Worüber sie spricht: Ihr Schwerpunkt liegt auf dem Mobilitätswandel – weg vom privaten Pkw hin zu geteilter, nachhaltiger und öffentlicher Mobilität, die für alle zugänglich und bezahlbar ist. “Auf dem Weg zu dieser Vision halte ich Diversität und neue Arbeitsformen für unerlässlich, nicht zuletzt, weil das Fehlen dieser Säulen Dinge wie den Dieselskandal erst ermöglicht hat”, sagt Diehl. Wem sie am liebsten auf LinkedIn folgt: Den Wandel, den SAP-Personalchef Cawa Younosi in Deutschland vorantreibt, findet sie “hoch inspirierend, auch wegen des Humors, den er dabei immer wieder beweist”. Ihre journalistische Quelle für inspirierende Geschichten rund um Rolemodels ist Carina Kontio vom Handelsblatt.

Live on air bei der NDR Redezeit

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Diese Woche war ich "live on air". NDR Info hatte zum Thema "Die Stadt neu denken" eine Redezeit konzipiert. Eine Stunde lang konnten Hörer anrufen und mit Redakteurin Jessica Chmura, Christine Eisenmann Verkehrsforscherin am Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, Johannes Gerdelmann, Leiter des Dezernats „Wirtschaft, Bauen und Umwelt“ im Bezirksamt Hamburg-Altona, und mir über Ideen und Konzepte zu klimafreundlichen Zentren diskutieren.

Kommt nach der Explosion die Besserung?

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Mich entsetzt es, wie wir aktuell in Zeiten der Klimakrise miteinander umgehen - obwohl wir (fast) alle postulieren, diese Krise endlich als solche zu begreifen und die Notwendigkeit des schnellen Handelns allmählich zu begreifen. Uns alle eint: Obwohl uns diese Wahrheit seit Jahrzehnten umgibt, waren wir alle mehr oder weniger gut in der Verdrängung dieser Fakten. Die von einigen immer noch geleugnet werden. Man könnte also resümieren: Immerhin einen Schritt weiter.

Denkanstoß: Wollen wirklich alle Auto fahren?

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Ich halte aktuell viele Keynotes zum Mobilitätswandel, moderiere Panels mit Menschen, die diesen gestalten. Die Fragen, die mir dabei nach meinen Vorträgen gestellt werden, lassen mich mehr als je zuvor daran zweifeln, dass es wirklich so viele sind, die Autofahren um des Autofahrens machen. Die Verklärung dieser Mobilitätsform scheint schon längst verblasst. Ist es also wirklich „der Bürger:innen Wille“, wenn die Bundespolitik sich auf sie bezieht beim Schutz dieses Fahrzeugs?

Warum ich nicht mehr an Berufsbezeichnungen glaube

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In meinem privaten und engen beruflichen Umfeld gibt es kaum Fragen zu meinen "Jobs"​ oder Titeln. Darüber hinaus jedoch fast täglich. Warum eigentlich? Ist es in bestimmten Berufsfeldern mittlerweile nicht wichtiger zu wissen, was jemanden antreibt, was er bewirken möchte? Ich "kann"​ Marketing, Kommunikation und PR - aber sagt das auch etwas aus? Ich habe keinen Titel, brauche ich den? Ich habe Leitungserfahrung, übe sie aber nicht mehr unmittelbar aus. Verlerne ich das dadurch? Bin ich deswegen keine Leaderin? Ich bin gespannt auf den Austausch zu diesem Thema!

Kollaboration für neue Mobilität: "beyond1435" als Praxisbeispiel

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Nicht nur, weil ich Katja heiße, mag ich sehr viele Wörter, die mit "K" beginnen - so z. B. #Kollaboration, #Konzepte, #Kommunikation, #Kernkompetenz. Und alle vier Schlagworte finden manchmal in einem Engagement zusammen - so auch in jenem von Beyond1435. Am Rand meiner Keynote und meines Panels auf der Internationalen Funkausstellung (#IFA) haben sich Ann Kathrin Stärkel und Annika Brahmann für mich spontan die Zeit genommen, um in einem "Sprint-#Podcast" von #SheDrivesMobility einmal zu erläutern, wie sie bei "#beyond1435" und der DB zu diesem Thema arbeiten.

18.000 bunte und fröhliche Aussteiger:innen rund um die IAA

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18.000 auf Fahrrädern. ‍♀️‍♂️5.000 zu Fuß. Kinder in Lastenrädern, #Rollstuhlfahrende mit Fahnen, Senioren lachend einander untergehakt. Das Bündnis #aussteigen schaffte es deutlich in die Twittertrends, ich habe den Account füllen dürfen (#overtake) und den Tag in Frankfurt dokumentiert.