#Speakerin

#SheDrivesMobility #Livecast mit Christina Kunkel (SZ) und Don Dahlmann

LIVE: Roundtable Mobility bei mir auf Twitter. Ich habe es schon länger vorgehabt und nun wird es endlich real: Mit zwei der versiertesten Journalist:innen im Mobilitätsbereich werde ich versuchen, Ordnung in das heillose Chaos der Verkehrswende zu bringen – zumindest thematisch. Momentan läuft mir zu vieles rückwärts statt zukunftsorientiert. Guter Zeitpunkt, einmal eine Standortanalyse für Deutschland durchzuführen.

Neue Folge #SheDrivesMobility mit David Rollik von der BVG

Wie eigentlich alle Bereiche ist auch im ÖPNV ein wichtiges Thema der Fachkräftemangel. David Rollik kam 2013 zu den Berliner Verkehrsbetrieben und verantwortete zunächst als Chefredakteur die Kundenzeitung. Ich persönlich neide ihm viele der Interviews, die er für das Magazin führen konnte. Mittlerweile hat David sehr viel mehr Verantwortung übernommen. Ich spreche mit ihm zum Beispiel über die Arbeitgebermarke der BVG, die Preise gewonnen hat – und über die Vorteile eines sehr heterogenen Teams. Wie viele, die ich im Podcast zu Gast hatte, ist auch David ein Quereinsteiger. Er war lange Zeit als Journalist tätig, zuletzt als Leiter des Regionaldienstes Südost (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) der ddp. Unvergessen sein erster BVG-Arbeitstag, bei dem ihm sein Mitarbeiterausweis mit Gültigkeit bis zur Rente überreicht wurde :)) 2016 überführte David den Newsletter und mit ihm zusätzliche Informationen aus dem Unternehmen auf das Smartphone: Die Mitar­beiter-App der BVG bietet mittlerweile ortsunabhängig und proaktiv Meldungen aus dem Konzern.

Wir brauchen Mobilität für alle, nicht Autos für alle.

Katja Diehls Wunschstadt wäre ein Ort, an dem sich alle Menschen wohlfühlen und begegnen können, weil der Raum zwischen den Häusern zum Aufenthalt und Verweilen einlädt. Die Wirklichkeit sieht anders: Hier gehört der Raum zwischen den Häusern größtenteils dem Auto.

Rund 15 Prozent von Berlin (in Zahlen 133 Quadratkilometer) sind Verkehrsfläche: Parkplätze, Straßen, Kreisverkehre, Bahntrassen, Rad- und Gehwege. Und der größte Teil davon dient nicht der Fortbewegung, sondern dem Parken. Die knapp 1,5 Millionen gemeldeten Fahrzeuge (davon 1,18 Millionen PKW) beanspruchen rund 17,5 Quadratkilometer Platz für sich. Im Vergleich dazu: Die Summe aller Spielplätze beträgt gerade mal 3,3 Quadratkilometer – das ist weniger als ein Drittel dessen, was die Berliner Friedhöfe an Fläche einnehmen. (Quelle: Parts of Berlin)

Offener Brief eines Automechantronikers

Bei Twitter hat es für viele immer den Anschein, dass ich das “Auto hasse”, die Autoindustrie als “Feind:in” sehe und destruktiv agiere. Umso mehr freue ich mich, dass “hinter den Kulissen” mit mir viel vertraulicher Austausch gesucht wird. Von jenen, die in dieser Branche tätig und selbst fassungslos sind, in welche Richtung deren oberste Leitung nun aufgrund der Corona-Krise steuert. Der Absender dieser “Briefes” ist mir bekannt, ich halte ihn natürlich anonym, denn seine Worte werden nicht alle begeistern. Aber sie sind wertvoll für einen echten Rundumblick auf den Autogipfel morgen, der exklusiv ist und viele ausschließt. Vor allem auch die Klimazukunft und viele Teile der Gesellschaft. Danke dir, lieber Automechatroniker F., dass du mir vertraust. Ich gebe deine Gedanken hiermit gerne weiter.

Nie wieder Abwrackprämien!

Sie stehen also wieder im Raum:
Kaufprämien für fossil betriebene PKW und Plug-In-Hybride. Wie jede andere Branche durchläuft die Automobilindustrie 2020 eine fundamentale Krise. Nach einem fulminanten Jahr 2019 mit Abverkaufszahlen in Rekordhöhe und Unternehmensergebnissen, die gerade hohe Dividenden ausschüttbar machen.
Sollte darauf ideenlos und klimafeindlich mit Abverkaufsprämien reagiert werden – oder bedarf es am Dienstag, zum Autogipfel im Kanzler:innenamt, nicht etwas mehr Kreativität, um eine weniger exklusive Prämie für wenige auszuloben?
Ich habe in meinem Artikel versucht, einen Überblick über die aktuelle Diskussion zu geben.

Die lebenswerte Stadt der Zukunft

2020 gibt’s was zu feiern: 40 Jahre aktiv Radfahren. Das Jubiläum soll aber keine Rück- sondern eine Vorschau sein. Und Antworten geben: Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Welche Innovationen erwarten uns? Wie wird das Fahrrad von morgen sein? Viele Städte sind ungesund für den Menschen, weil sie den motorisierten Verkehr bevorzugen und damit für schlechte Luft und gefährliche Situationen sorgen. Wir haben uns mit der Mobilitätsexpertin Katja Diehl darüber unterhalten, wie man Stadt anders denken kann.

Aussetzen der Mehrwertsteuer auf Autos ist nicht zukunftsgestaltend

Ferdinand Dudenhöffer hat im ZEIT-Bereich “Weltwirtschaft” heute einen Gastbeitrag veröffentlicht: “Setzt die Mehrwertsteuer auf Autos aus!” Schon zuvor war er mit dieser Idee präsent gewesen, ich hatte ihn mehrfach auf Twitter darauf angesprochen, dass ich diesen Ansatz für falsch halte – er verwies darauf, dass er nicht nur Autos meine, sondern zum Beispiel auch die Anschaffung von Möbeln. Ich persönlich habe noch nie 10.000 Euro oder mehr dafür ausgegeben, bin aber vielleicht auch nicht Zielgruppe seines Vorschlages. Zum Hintergrund: Dudenhöffer arbeitet seit dem 1. März 2020 am Institut für Customer Insight (ICI-HSG) an der Universität St. Gallen und ist Gründer und Direktor des CAR – Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen. Sein Ansatz: