She Drives Mobility #50: Prof. Harald Frey (Verkehrsforscher TU Wien)

Prof. Harald Frey sieht sich selbst als immer anarchistischer denkenden Gelehrten und verzweifelt manchmal an der fehlenden Radikalität seiner Studierenden. Diesen muss er zu Beginn neuer Semester stets erstmal aufzeigen, wie schief unsere Wahrnehmung von Mobilität und dem Recht der Autos ist.

She Drives Mobility #49: Mit dem Elektroflugzeug von der Schweiz nach Norderney – Zukunftsforscher Morell Westermann

Morell und mich verbindet so einiges – nicht nur, dass wir uns für eine gute Zukunft für alle interessieren, wir diese anstreben und an ihr aktiv mitarbeiten wollen, sondern auch, dass wir dafür riskieren, finanziell nicht mehr auf der sicheren Seite zu sein. Ähnlich wie ich hat Morell die Welt der Konzerne verlassen (er war zuvor erfolgreich bei Microsoft tätig und hatte das, was wir eine Karriere nennen) und genau wie ich sind ihm im Pandemiejahr monatelang die Einnahmen weggebrochen.
Auch ähnlich wie ich hat er die zwangsweise entstandene Pause genutzt, um andere Dinge voranzutreiben. Und so kam es dazu, dass er “trotz oder gerade wegen” des Corona-Stillstands und aller Limitationen, die das bis heute bedeutet, ein echtes Abenteuer startete, dass er mit dem Start von Tesla vergleicht. Der Passagierflug mit batterie-elektrischem Kleinflugzeug ist für die meisten reine Zukunftsmusik. Um zu beweisen, dass sie schon heute Realität ist, machten sich fünf Enthusiast:innen am 30. August 2020 mit dem ersten zertifizierten elektrischen Leichtflugzeug auf den Weg. Sieben Weltrekorde aus der Welt der Verbrennerflugzeuge fallen auf dem Weg von der Schweiz an die deutsche Küste: So brauchte das Flugzeug für die Strecke weniger als ein Viertel der Energie wie herkömmliche Flieger.

Auf dem Land, da geht doch nix! Und ob! Landlogistik will den Postbus wieder zum Leben erwecken #48

Immer wieder, wenn ich über die notwendige Verkehrswende spreche, gibt es mehrere Abwehrreflexe – indem sich auf Probleme und nicht auf Möglichkeiten konzentriert wird. Ein Detail, das hier immer im Fokus steht, ist der ländliche Raum. “Abgehängt” sei er, ohne Auto ginge nix. Dem ist so – aber: War das schon immer so? Wollen wir das so belassen? Oder wollen wir mal schauen, ob es nicht in der Vergangenheit eher so war, dass ländliche Räume abgehängt wurden, indem funktionierende Systeme aufgelöst und über 8.000 Schienenkilometer abgebaut wurden?

Mobilitätswandel: Diese „Autokorrektur“ fordert Verkehrsexpertin Katja Diehl

Verwaiste Innenstädte und leergefegte U-Bahnen: Wo tausende Pendler*innen im Stau standen, herrschte im März 2020 gähnende Leere. Unsere Mobilitätsgewohnheiten wurden in der Corona-Pandemie völlig neu geordnet – und Radfahren galt plötzlich als Mittel der Wahl, um schnell und mit Abstand zum Ziel zu kommen. Trotzdem gilt Deutschland nach wie vor als Autoland, insgesamt 47 Millionen PKW rollen auf unseren Straßen, die Elektroprämie, die auch für die umstrittenen Plug-In-Hybride gilt, wurde bis 2025 verlängert, im November wurde ein neues Hilfspaket mit einem Volumen von drei Milliarden Euro für die Autoindustrie verabschiedet. Katja Diehl ist Kommunikations- und Unternehmensberaterin aus Hamburg und fordert unter dem Hashtag #Autokorrektur ein neues Verständnis von Mobilität – das nicht nur das Auto ins Zentrum aller Konzepte stellt, sondern weiter, diverser und umweltfreundlicher gedacht ist.

She Drives Mobility #47 mit “Verkehrsprof” Johannes Schlaich

Johannes Schlaich ist an einer pragmatischen Herangehensweise bei der Mobilitätswende interessiert – und er glaubt nicht daran, dass diese schnell vonstatten gehen wird. Zu groß ist unsere Autoabhängigkeit und der Unwille, vertraute Verhaltensmuster in der Alltagsmobilität aufzugeben. Zwischen mir, der Zukunftsaktivistin und Wandeloptimistin – und ihm entspannt sich daher ein gutes Gespräch über realistische Ziele und große Visionen. Ich glaube, dass es beides bedarf, denn wer klein träumt, wird auch nur kleine Schritte gehen.
Wir sprechen über
– Realismus im Mobilitätswandel
– Moderne Mobilitätsformen
– fehlende rechtliche Rahmenbedingungen
– Ridepooling als Lösung und Brückenbauer
– das Auto als Norm

Industry Talk: Die Mobilität der Zukunft vom de-hub

Wie sieht die Mobilität von morgen aus? Dieser und weiteren spannenden Fragen widmete sich die Twitter-Livedebatte des de-hub. Karolin Hewelt, Mitgründerin RCKT und Leiterin der Hub Agency mit Katja Diehl (She Drives Mobility), Kirstin Hegner (Digital Hub Mobility München) und Ingo Kucz (White Octopus) tauschten sich zu verschiedenen Möglichkeiten aus, aktuellen Herausforderungen mit moderner Mobilität zu begegnen. Durch Impulse von Zuschauerinnen und Zuschauern entspann sich eine lebhafte Debatte um die Trends, Prognosen und Veränderungen der Mobilität von morgen.