Heiner Monheim ist ein renommierter deutscher Geograph, Stadtplaner und emeritierter Professor der Universität Trier, der sich leidenschaftlich als „Grenzgänger zwischen Wissenschaft und Praxis“ für eine nachhaltige Mobilität einsetzt. Besonders engagiert er sich für den Umbau verkehrsfester Politiken – hin zu mehr Fuß‑, Rad‑ und öffentlichen Verkehrsmitteln, weg von der autozentrierten Mobilität.
»Also es gibt im Kopf, bei denen, die wirklich Akteure in dem Thema sind, einfach eine Blockade, sich eine Welt mit weniger Autos vorstellen zu können.«
Zusammenfassung
Heiner Monheim beschreibt, dass die größte Hürde für die Verkehrswende ein tief verankertes Tabu sei: Politik und Verwaltung könnten sich eine Welt mit weniger Autos kaum vorstellen, oft mit dem „ländlichen Raum“ als Ausrede. Historisch habe es zwar immer wieder Wellen des Umdenkens gegeben, doch Fortschritte würden durch Lobbyinteressen, gesetzliche Hürden und institutionelle Trägheit ausgebremst. Beispiele wie Holland, Dänemark oder die Schweiz zeigten, wie systematisch Rad- und ÖPNV-Förderung möglich ist, während Deutschland nur punktuell gute Ansätze („Orchideen in der Wüste“) habe. Es mangele nicht nur an Geld, sondern vor allem an politischem Willen, Personal und der Fähigkeit, attraktive Visionen einer postautomobilen Stadt zu kommunizieren.







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