Sebastian Hilger nutzt seinen Film, um gesellschaftliche Konflikte rund um Themen wie Verkehrswende und öffentliche Debatten emotional erfahrbar zu machen und damit neue Zielgruppen für diese Auseinandersetzung zu sensibilisieren. Serkan Kaya zeigt aus der Perspektive seiner Rolle, wie stark Menschen, die sich etwa für Veränderungen wie eine nachhaltigere Mobilität einsetzen, unter öffentlichem Druck und digitalem Hass leiden – und wie wichtig gesellschaftliche Unterstützung dabei ist.
»Empathieförderer brauchen wir (…) denn hier habe ich das Gefühl, Empathie fördert auch Demokratie.«
Zusammenfassung
Im Interview sprechen Katja Diehl, Regisseur Sebastian Hilger und Schauspieler Serkan Kaya über ihren Film zum Thema Hate Speech und die gesellschaftlichen Folgen digitaler Angriffe. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Hass im Netz zunehmend normalisiert wird und besonders Menschen trifft, die sich öffentlich äußern – etwa zu politischen Themen wie Mobilität oder gesellschaftlichem Wandel. Der Film zeigt anhand einer Familie, wie schnell ein Shitstorm eskalieren kann und welche psychischen sowie sozialen Auswirkungen das hat, auch auf das Umfeld der Betroffenen.
Sebastian erklärt, dass der Film bewusst emotional erzählt ist, um das Thema greifbarer zu machen, während eine begleitende Dokumentation reale Fälle einordnet. Serkan beschreibt vor allem die Hilflosigkeit und Dynamiken, die selbst bei eigentlich reflektierten Menschen zu Aggression führen können. Zentral ist die Kritik, dass Betroffene oft allein gelassen werden – sowohl gesellschaftlich als auch rechtlich. Gleichzeitig wird betont, wie wichtig Empathie, gesellschaftlicher Zusammenhalt und bessere Schutzmechanismen sind. Das Interview macht deutlich, dass Hate Speech kein Randphänomen mehr ist, sondern ein strukturelles Problem, das eng mit politischen Diskursen und gesellschaftlichen Spannungen verknüpft ist.






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