Björn Hiss setzt sich seit vielen Jahren für gemeinschaftliche Wohnformen und eine Stadtentwicklung ein, die den Menschen statt dem Auto in den Mittelpunkt stellt. Mit seinem Engagement für Baugemeinschaften und autoarme Quartiere zeigt er, wie Wohnen, Mobilität und Nachbarschaft so gestaltet werden können, dass weniger Autos nötig sind und Städte lebenswerter werden.
»Heute werden auch Innenstädte zum Teil verkehrsberuhigt oder eben ehemalige Durchgangsstraßen zu Spielstraßen oder zu sehr verkehrsberuhigenden Zonen erklärt, weil eigentlich das Auto und der Mensch in seinem natürlichen Lebensraum nicht wirklich kompatibel sind«
Zusammenfassung
Im Gespräch erklärt Björn Hiss, wie Stadt- und Quartiersentwicklung stärker an den Bedürfnissen von Menschen statt an Autos ausgerichtet werden kann. Er kritisiert, dass Städte und Wohngebiete in den vergangenen Jahrzehnten stark autozentriert geplant wurden und dadurch öffentlicher Raum verloren ging, der eigentlich für Begegnung, Spiel und Lebensqualität wichtig wäre.
Hiss setzt sich deshalb für autoarme Quartiere ein, in denen Autos zwar weiterhin möglich sind, aber eine deutlich untergeordnete Rolle spielen. Statt Stellplätzen direkt vor der Haustür plädiert er für Lösungen wie Tiefgaragen, Carsharing, kurze Wege zu ÖPNV-Haltestellen sowie eine gute Nahversorgung im Quartier. Sein Ziel sind Wohngebiete, in denen Menschen viele Alltagswege zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen können und dadurch unabhängiger vom eigenen Auto werden.






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