Catharina Fischer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie Tourismus nachhaltiger und zukunftsfähiger gestaltet werden kann – insbesondere durch eine bessere Verknüpfung von Tourismus, Mobilität und regionaler Entwicklung. In ihrer Arbeit setzt sie sich dafür ein, dass Tourismusakteur:innen Mobilität neu denken und gemeinsam mit Städten und Regionen Lösungen entwickeln, die sowohl Gästen als auch Einheimischen zugutekommen und so zu einer echten Verkehrswende beitragen.
»Aber Mobilität geht ja viel weiter. Also Mobilität hört ja nicht auf, wenn der Gast da ist. Der will ja vor Ort auch Mobilität in Anspruch nehmen und der will ein gutes Erlebnis haben. Aber zugleich wollen das auch die Menschen, da leben.«
Zusammenfassung
Im Interview spricht Catharina Fischer über die Zukunft des Tourismus und seine Verbindung zu Nachhaltigkeit und Mobilität. Sie kritisiert, dass Tourismus lange vor allem als Produkt verstanden wurde, das Reisenden eine schöne Zeit bietet. Stattdessen müsse Tourismus stärker als Teil eines regionalen Lebensraums betrachtet werden, der sowohl Gäste als auch Einheimische betrifft.
Ein zentrales Thema ist Mobilität. Fischer betont, dass Mobilität im Tourismus oft nur als Anreise gedacht wird. Tatsächlich gehe es aber auch darum, wie Menschen sich vor Ort bewegen und wie Angebote geschaffen werden können, die Tourist:innen und der lokalen Bevölkerung gleichermaßen nutzen.
Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie stark Regionen vom Tourismus abhängen und gleichzeitig eine Debatte über nachhaltigere Formen des Reisens angestoßen. Fischer plädiert dafür, dass sich Tourismusakteure künftig stärker als Gestalter von Lebensräumen verstehen und Verantwortung für nachhaltige Entwicklungen übernehmen.






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