Dilek Ruf ist Architektin und Projektentwicklerin, die sich leidenschaftlich für eine nachhaltige, sozial durchmischte und lebenswerte Stadt einsetzt. Mit ihrem Fokus auf Bestandsumbau, neue Mobilitätskonzepte und ganzheitliche Stadtentwicklung treibt sie ein Umdenken weg von autozentrierter Planung hin zu menschenorientierten Räumen voran.
»Wir können Bauen nicht ohne Mobilität denken, weil es einfach einen massiven Input hat in Baukosten, in die Folgekosten, in Instandhaltung, Instandsetzung, Betriebskosten, in alles. Es ist nicht entkoppelbar und es macht natürlich was mit unseren öffentlichen Räumen..«
Zusammenfassung
Im Interview erklärt Dilek Ruf, wie eng Stadtentwicklung, Architektur und Mobilität miteinander verwoben sind und dass die autozentrierte Planung der Nachkriegszeit bis heute Städte, Kostenstrukturen und Lebensqualität prägt. Sie zeigt, dass verpflichtende Stellplätze Baukosten massiv erhöhen und damit direkt Mieten beeinflussen, während gleichzeitig ein Umdenken hin zu differenzierteren, standortabhängigen Mobilitätskonzepten stattfindet. Ruf plädiert für eine Balance statt ideologischer Extreme: Städte sollen lebenswerter, durchmischter und weniger versiegelt werden, gleichzeitig müssen unterschiedliche Lebensrealitäten und Mobilitätsbedürfnisse berücksichtigt werden. Besonders betont sie die Bedeutung von Bestandsumbau, Nutzungsmischung und „Stadt der kurzen Wege“, um nachhaltige, sozial gerechte und funktionierende urbane Räume zu schaffen.






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