Christina Deckwirth ist Politikwissenschaftlerin und Campaignerin bei LobbyControl, wo sie sich insbesondere mit Klima- und Lobbyismusfragen beschäftigt und den Einfluss mächtiger Wirtschaftsakteure offenlegt. Ihr Fokus liegt darauf, die Strategien der fossilen Lobby sichtbar zu machen und politische Gegenmacht zu stärken, um Klimaschutz gegen wirtschaftliche Interessen durchzusetzen.
»Lobbyismus ist sozusagen die legale Form der Einflussnahme, die aber häufig nicht weniger problematisch ist.«
Zusammenfassung
Christina Deckwirth beschreibt Lobbyismus als strukturelles Problem der deutschen Politik, bei dem vor allem wirtschaftliche Akteure wie die Auto- und fossile Industrie überproportionalen Einfluss ausüben, während Umweltverbände und Zivilgesellschaft deutlich schwächer vertreten sind. Trotz erster Fortschritte wie dem Lobbyregister sieht sie weiterhin große Defizite bei Transparenz und Regulierung. Besonders in der Verkehrspolitik dominierten industriegetriebene Interessen, etwa durch Formate wie Autogipfel ohne relevante Gegenstimmen. Auch auf EU-Ebene warnt sie vor einem Rechtsruck und wachsendem Einfluss wirtschaftsnaher Kräfte, die klimapolitische Maßnahmen abschwächen. Insgesamt zeigt sie, wie ungleiche Machtverhältnisse politische Entscheidungen prägen und durch Strategien wie Krisenerzählungen gezielt Regulierung verhindert wird.






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