Michael Garbe und Leo Strohm zeigen, dass die Verkehrswende gelingt, wenn Lkw-Branche und Radlobby nicht gegeneinander, sondern miteinander an Lösungen arbeiten – vom gemeinsamen Auftritt bei Mahnwachen bis zum Einsatz für bessere Infrastruktur und Technik. Ihr Dialog macht Mut: Aus zwei vermeintlich gegnerischen Lagern wird eine Allianz, die konkret für sicherere Straßen und ein rücksichtsvolleres Miteinander im Verkehr eintritt.
»Also es hilft nichts, wenn wir auf die Radfahrer schimpfen, die Radfahrer auf die Lkw schimpfen und wir alle zusammen auf die Politik schimpfen. Wir müssen was tun.«
Zusammenfassung
Katja Diehl spricht mit Michael Garbe (Transportunternehmer) und Leo Strohm (ADFC Hamburg) über tödliche Radunfälle in Hamburg. Anlass war eine Mahnwache, bei der Garbe mit befreundeten Unternehmern Solidarität zeigte. Beide betonen: Nur gemeinsames Handeln von Lkw-Fahrenden, Radfahrenden und Politik hilft, statt sich gegenseitig die Schuld zuzuschieben.
Zentrales Thema sind Rechtsabbiegeunfälle: Garbe verweist auf Abbiegeassistenten, betont aber, dass Technik allein nicht reicht – entscheidend seien Blickkontakt und defensives Fahren. Beide sind sich einig, dass vor allem die Infrastruktur fehlt (getrennte Ampelphasen, Tempo 30) und die Hamburger Politik zu zögerlich handelt.
Weitere Punkte: mehr Kontrollen, fairer Wettbewerb für sicherheitsbewusste Unternehmer und gemeinsame Schulungen, bei denen Radfahrende in Lkw-Kabinen Platz nehmen. Beide wünschen sich gegenseitige Rücksichtnahme statt Konfrontation.






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