Katja Diehl im Gespräch mit Frederik Fischer

Frederik Fischer fördert mit Projekten wie Summer of Pioneers neue Wohn- und Mobilitätskonzepte im ländlichen Raum. Er setzt auf Carsharing, Mitfahrbänke und Verkehrsberuhigung, stößt aber oft auf Widerstände, da viele das Auto als unverzichtbar sehen. Sein Ansatz: durch erlebbare Veränderungen Lust auf neue Mobilität wecken.

»Ganz allgemein würde ich bei Transformation, bei allen Transformationen sagen, viel mehr Aufmerksamkeit auf die Leute, die es halt schon richtig machen und die feiern und fördern und nicht sich mit den ganzen Blockierern und Verhinderern die ganze Zeit irgendwie aufreiben.«

Zusammenfassung

Frederik Fischer beschreibt in dem Interview seinen Wandel vom technologiebegeisterten Journalisten zum sozialen Innovator, der neue Wohn- und Mobilitätskonzepte im ländlichen Raum vorantreibt. Seine Projekte wie Summer of Pioneers und Kodorf sollen kreative, vernetzte Gemeinschaften außerhalb der Großstädte ermöglichen. Besonders im Bereich Mobilität setzt er auf Lösungen wie Mitfahrbänke, Carsharing oder dezentrale Sharing-Angebote, um Alternativen zum Auto zu schaffen. Dabei stößt er auf Widerstände, da viele Menschen im ländlichen Raum das Auto als unverzichtbar sehen und sich gegen Veränderungen sträuben. Fischer betont, dass nachhaltige Mobilität nicht mit erhobenem Zeigefinger durchsetzbar ist, sondern durch erlebbare Verbesserungen, etwa durch temporäre Verkehrsberuhigungen oder Mobilitätsfestivals. Seine Vision ist es, durch stärkere Dezentralisierung die Lebensqualität in ländlichen Regionen zu erhöhen und damit automatisch auch den Mobilitätszwang zu reduzieren.

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