Aktuell werden eher weniger Wege zurückgelegt, weil Corona dazu beiträgt, dass sehr viele von uns Wissensarbeitenden von zuhause aus arbeiten – um andere zu schützen. Statt des ÖPNV wird oft dann doch wieder – so der Weg nicht zu vermeiden ist – das Auto gewählt. Was menschlich verständlich, für das Klima aber fatal ist. Denn gerade hat das Umweltbundesamt Zahlen für 2019 veröffentlicht, die zeigen, dass Deutschland in allen Sektoren weniger Emissionen verursacht hat – im Verkehr jedoch sind die Zahlen noch angestiegen! Mehr Zulassungen und größere Autos sorgen dafür, dass das Klima weiter belastet wird. Das darf so nicht weitergehen.

Zudem: Jedes Jahr aufs Neue vermelden Medien neue Pendler- und Staurekorde. Es scheint: The only way is up. Zu Ungunsten von Produktivität, Mitarbeitergesundheit und Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Die Strecken, die vor allem Fachkräfte täglich zurücklegen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen, werden immer länger. Aber auch diejenigen, die innerhalb eines kleineren Radius´ pendeln, leiden unter immer mehr Staus und immer mehr Zeitverlust auf dem Weg zur Arbeit. Automobilität genießt immer noch hohes Renommee, trotz nachweislich hoher Ineffizienz. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitenden immer noch als einziges Incentive den Firmenwagen. Doch ist dieser noch zeitgemäß in Zeiten der Klimakrise? Sollten Mitarbeitende zudem nicht in die Lage versetzt werden, selbst zu wählen, wie sie mobil sein wollen. Ich habe mich mit drei spannenden Angeboten beschäftigt, die diese Gewohnheit aufbrechen wollen.

Die digitale Mobilitätsplattform 25ways

Hier geht es neben dem Arbeitsweg und privaten Wegen vor allem auch um Dienstwege und um das Aufzeigen von klimafreundlichen Alternativen. Für die Dienstwege können auch interne Poolfahrzeuge wie Pkws aber auch Fahrräder und Pedelecs einbezogen werden. Gründer Hendrik Zölzer: „Denken wir an betriebliche Mobilität fällt uns zuerst unser Arbeitsweg ein. An Dienstfahrten denken wir erst im zweiten Schritt. Dabei liegt auch hier großes Potenzial für eine Entlastung des innerstädtischen Verkehrs. Das gilt besonders für große Arbeitgeber zu den auch die Kommunen und deren kommunale Betriebe gehören.“ Mit diesem Ansatz konnte er bereits große Hamburger Arbeitgeber wie den Hamburger Hafen und die Logistik AG als Kunden gewinnen.

Was ist der Vorteil für Arbeitgeber an der Zusammenarbeit mit 25ways?

Arbeitgeber erhalten eine App und Plattform mit ihrem Logo und ihren spezifischen Informationen und Unterstützungen rund um das Thema Mobilität.
Damit punkten sie schon bei Bewerbern, die sich direkt vom Stellenangebot über ihren zukünftigen Arbeitsweg informieren können.
Mit der App steht den Beschäftigten ein Mobilitätsassistent zur Verfügung, der aktiv z.B. über ÖPNV-Störungen auf dem Arbeitsweg oder vor Regen warnt.
Damit zahlt 25ways beim Arbeitgeber auf Themen wie Attraktiver Arbeitgeber, Digitalisierung und Klimaschutz ein.
Wie funktioniert 25ways?

In Sekundenschnelle wird für den Nutzer geprüft, welche Optionen und vor allem Kombinationen für seinen Weg Sinn machen können. Neben Park+Ride, Bike+Ride ist vielleicht auf der letzten Strecke ein Bikesharing oder ein anderes Sharing-Angebot sinnvoll. Vielleicht bringt auch die Kombination aus Faltrad und Bahn einen deutlichen Zeitgewinn.

25ways weist für die verschiedenen Kombinationen nicht nur die benötigte Zeit aus, sondern errechnet auch, wie hoch die Kosten- und CO2-Ersparnis durch den Umstieg vom Auto auf Alternativen ist.

Mit nur einer Karte nachhaltig und multimodal mobil

Mit der belmoto Mobility Card können Mitarbeiter frei über ein persönliches Mobilitätsbudget als Alternative oder als Ergänzung zum Dienstwagen verfügen. Dazu wird die Karte vom Arbeitgeber einfach mit einem Guthaben – dem individuellen Mobilitätsbudget – aufgeladen und fungiert so als Türöffner zu allen möglichen Mobilitätsangeboten. Mit der Mobility Card erhalten Mitarbeiter damit unkomplizierten Zugang zu multimodaler Mobilität. Besonders in Städten bringen intermodale Verbindungen die Menschen oft schneller ans Ziel. Dabei gilt für die Hamburger Mobilitätsexperten allerdings nicht der Komplettverzicht auf das eigene Auto als der einzig gangbare Weg. Für sie liegt die Lösung im intelligenten Mobilitätsmix.

Kostensenkungspotential durch hohe Flexibilität beim Mieten und Leasen

„Mit dem »Auto im Abo« gestalten Unternehmen auch ihren Fuhrpark flexibel, transparent und kalkulierbar.“, beschreibt Geschäftsführer Philip Kneissler das neue Dienstwagenkonzept aus dem Hause belmoto. „Schnell und kostenneutral reagieren Unternehmen damit auf Personalveränderungen, denn Fahrzeuge können jederzeit zurückgegeben oder ganz unkompliziert getauscht werden.“ In Kombination mit dem persönlichen Mobilitätsbudget und der Mobility Card können solche innovativen Nutzungsformen des Dienstwagens zum wahren Game-Changer in der Verkehrswende werden.

Benefits erhöhen die Arbeitgeberattraktivität ohne Mehrkosten

Das Mobilitätsbudget und die Mobility Card bieten dabei nicht nur für Dienstwagen-Privilegierte attraktive Benefits. Unternehmen können damit allen Mitarbeitern Anreize und Mobilitätsbudgets in individueller Höhe gewähren. Und was vom persönlichen Budget übrigbleibt, können die Arbeitnehmer überall, wo man mit Kreditkarte zahlen kann, einsetzen. Mit dieser Aussicht heißt es für manche Arbeitnehmer vielleicht doch öfter einmal:

Ab auf´s Rad!

JobRad ist Marktführer im Dienstradleasing. Als Provider für Leasingdiensträder und -E-Bikes bringt das Unternehmen Arbeitgeber, Mitarbeiter und Fahrradhändler zusammen und organisiert deren Dienstradangebote. Über 15.000 Arbeitgeber bieten bereits Dienstradleasing mit JobRad an – vom kleinen Handwerksbetrieb bis hin zu Großkonzernen wie BMW, Lufthansa und Deutsche Bahn. Im Handelsblatt findet sich ein starkes Argument, die eigene Arbeiternehmermobilität auf diese Weise zu verändern: „Der Personalchef von ebm Papst, einem Hersteller von Elektromotoren und Ventilatoren in Mulfingen, hat irgendwann die Krankenstatistik der „Job-Radler“ im Betrieb mit der radelabstinenten Gesamtbelegschaft verglichen. Der Krankenstand der Gesamtbelegschaft ohne Jobradler betrug 5,94 Prozent. Die Jobradler kamen auf nur 3,67 Prozent.“

Gesundheit und Mehrwerte für beide Seiten

Bei der Deutschen Bahn sind mittlerweile mehr als 17.000 Menschen mit dem Rad unterwegs – weil auch Mitarbeitende geringerer Gehaltsstufen auf diese Weise sich ein richtig gutes Fahrrad leisten können. Manche haben für ihr neues elektrisch unterstütztes Fahrrad sogar ihr altes Auto aufgegeben. Und erledigen so auf ihrem täglichen Pendelweg gleich zwei Dinge auf einmal: Die umweltschonende und Gesundheit fördernde Fortbewegung. Hier gab es Anfang des Jahres auch gute Neuigkeiten: Knapp ein Jahr nach Einführung der 0,5 %-Regel fördern die obersten Finanzbehörden der Länder Leasing-Diensträder im Fall einer Gehaltsumwandlung steuerlich noch stärker: Für alle seit dem 1. Januar 2019 erstmals überlassenen Diensträder viertelt sich ab dem 1. Januar 2020 die Bemessungsgrundlage, nach der die Höhe des zu versteuernden geldwerten Vorteils bei privater Nutzung berechnet wird.

„Wir freuen uns über die schnelle Reaktion der Länderfinanzbehörden, die klargestellt haben, dass die mit dem Klimapaket anvisierten Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Mobilität für alle Diensträder gelten“, erklärt JobRad-Geschäftsführer Holger Tumat.

Wie halten Sie es mit der Mobilität Ihrer Mitarbeiter:innen?

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