NDR-Porträt: Im dicht besiedelten Hamburg-Eimsbüttel kritisiert Mobilitätsexpertin Katja Diehl die vielen Autos.

Kolja Robra, freier Journalist, hat mich an zwei Tagen durch Eimsbüttel und zum Dreh für die Future Hamburg Talks vom Hamburg Marketing GmbH begleitet.

Im Bild sehen Sie eine für mich mittlerweile mehrfach tägliche Situation: Vor einem Wohnmobil, das mich als 1.68 Meter große Frau wie einen Miniaturmenschen fühlen lässt.
In einem Wohnviertel, von dem mensch denken könnte, dass hier Autos statt Menschen leben. Denn von denen sieht mensch viel mehr an der Zahl als von Menschen. Ist das wirklich ein Ort von Lebensqualität?

Menschen wie Anjes Tjarks, Verkehrs- und Mobilitätswendesenator von Hamburg machen einiges, um die Stadt zu verändern. Dass sie dabei nicht so visionär und mutig vorangehen wie die Bürgermeisterinnen von Paris und Barcelona, mag auch an unserer Fixierung auf die Autoindustrie liegen. Auch der Hass, der mir immer wieder entgegenschlägt, hat eine seiner Wurzeln sicher darin, dass kein:e Politiker:in bisher deutlich ausgesprochen hat: Wir müssen weniger Auto wagen.
Die Sondierungsgespräche zur Ampelkoalition zeigen es leider deutlich: Die Kompromisse werden im Verkehrsbereich gemacht, das Tempolimit auf Autobahnen scheint schon gefallen. Dabei sollte die VisionZero echtes Ziel und nicht Makulatur sein.

Ich hoffe, dass meine Arbeit dazu beiträgt, dass wir in einen handlungsorientierten Dialog der Verkehrswende treten. Ich scheue mich nicht, auszusprechen, dass das Auto (ein totes Ding, wenn kein Mensch in ihm ist, ein Verkehrsmittel unter vielen) seinen Rang, seine Privilegien und seine exklusiven Fahr- und Stehräume mit allen anderen, die unterwegs sind, teilen muss.

Ich freue mich, wenn sie das Porträt einmal anschauen, da ein solcher Beitrag mehr zeigt, als ein Tweet oder ein Post bei LinkedIn es kann.

Hier gehts zum Beitrag beim NDR.

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