Das Schöne an Twitter ist, dass ich mich – so ich denn möchte – innerhalb einer Blase bewege, die mich motiviert, weil sie sich für dieselben Dinge einsetzt, die mir wichtig sind. So lernte ich auch Leonid Lezner kennen, der vor allem für seinen #Firmenfunk Podcast bekannt ist. Er arbeitet mittlerweile in der Automobilindustrie und treibt dort das agile Arbeiten voran. Und somit sind schon zwei Themen bei uns identisch: Mobilitätswandel und New Work. Beides untrennbar – so meine Meinung – plus notwendige Diversität, die es in dieser Branche noch zu wenig gibt.

Neuer Podcast von Leonid widmet sich der “Agilität im Auto”

Das klingt natürlich erstmal komisch, widmet sich aber einer richtigen Fragestellung: Wie verändern wir die Autoindustrie “for the better”? Wie nutzen wir die Kreativität und Veränderungsbereitschaft der vielen, die in dieser traditionellen und etablierten Branche arbeiten? Denn Autokonzerne sind Tanker, die aktuell in bestimmten Details von Schnellbooten überholt werden – und sogar große Bündnisse mit dem Wettbewerb eingehen, um zu überleben. Ein Akt, der vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Und hier setzen die Gedanken von Leonid an, sicher auch getriggert durch seine neuen berufliche Herausforderung. Nur konsequent ist es daher auch, dass er momentan noch sehr offen mit den Veränderungen und Trends im Mobilitätswandel umgeht – und entsprechend seinem Anspruch an Agilität kein Thema vorgibt. 

Worüber tauschten wir uns aus?

Ich habe ein Graphic Recording angefertigt, das die Themen zeigt, die wir so streifen. Ein Auszug:
Autozentrierte Städte machen es aktuell fast allen, die im Auto sitzen, unmöglich, über Alternativen nachzudenken. Denn diese Alternativen erreichen bei weitem nicht das Simple und Komfortable des PKWs. Wir drehen den Schlüssel um und diese Mobilität ist sofort da und nutzbar. Im Nahverkehr sind da Haltestellen, Tariftabellen und die Begegnung mit Menschen, die wir nicht in unserer Nähe haben wollen. Letzteres klingt hart, ist aber immer wieder das Argument, das mir gegenüber geäußert wird, was gegen den Einstieg in den Nahverkehr spricht. Bewegen müssen sich alle, um den Wandel hinzubekommen. Es muss auch etwas abgegeben werden. Vor allem vom PKW. Denn dieser hat die Übermacht – räumlich, finanziell und ideell. Und aktuell geht das  Verändern nur in Millimeterschritten, die die Veränderung nicht spürbar machen.

Unsere Zukunft geht auf die Straße

Wer sehr viel besser durchschaut, was da gerade auf´s Spiel gesetzt wird (die Emissionen im Verkehr steigen durch immer größere Fahrzeuge und immer ineffizientere Nutzung plus steigende Zulassungszahlen), sind die Kinder und Jugendlichen, die aktuell freitags die Schule bestreiken und zu Recht wütend darauf aufmerksam machen, dass wir mit ihrer und nicht unserer Zukunft fahrlässig umgehen. Unser Haus brennt bereits lichterloh, adressieren sie mit Nachdruck. Aus dieser Bewegung heraus kann viel geschehen. Immer öfter höre ich von Eltern, dass Kinder ihnen spiegeln: “Euer SUV ist mir peinlich.” Mehrwegflaschen werden eingeführt, im heimischen Haushalt gibt es auf einmal junge Vegetarier, die ein Umdenken beim Einkauf erfordern.

Was bedeutet das für den Mobilitätswandel?

Leonid und ich thematisieren in seinem Podcast die Ideen und Angebote, die den Weg in eine andere Mobilität gestalten. Aktuell aber noch JedeR für sich. Ich bin in Teilzeit bewusst bei door2door tätig, weil ich glaube, dass all diese Produkte ihren Teil zum Wandel beitragen können – aber eine einheitliche Basis benötigen. Plus starke Partner – den Nahverkehr und die Taxiunternehmen, denn diese gestalten bereits einen großen Teil der Mobilität und besitzen hohe Expertise. Plus eine Änderung auch im ländlichen Raum, denn dieser besitzt aktuell kaum eine Anbindung an öffentliche Verkehre. Plus echte und nicht PR-getriebene Kollaboration.

Hört mal rein!

Ich freue mich, wenn ihr 32 Minuten investiert und unserem Gespräch folgt. Und ich freue mich, wenn ihr mir Kommentare da lasst, ob euch Gedanken fehlen oder ihr völlig anderer Meinung seid.

Hier kommt ihr zur Folge von #autoagil-Podcast.

Viel Spaß beim Hören!
2 Kommentare
  1. Sebastian
    Sebastian sagte:

    Super Katja
    Das ist Mal eine konsequente und Mediale Aufbereitung
    Komplementiert wunderbar die Audio Aufnahme und graphic Recording das visuelle.

    Die richtigen Herausforderungen kommen klar rüber und ich verstehe auch warum door2door deine Wahl ist.
    Ich finde auch das es keine eine Lösung & kein ein Partner ∆ sondern das gesamte alte / neue Ökosystem muss zusammenfinden & helfen

    Antworten
    • AdminKatja1973
      AdminKatja1973 sagte:

      Danke Sebastian für das schöne Feedback! Ich freue mich, wenn ich Resonanz bekomme, denn ich probiere mich hier ja erst seit kurzem aus. Und nicht immer sind die Dinge, die mir helfen, Inhalte zu verstehen, auch hilfreich für andere 🙂 Umso mehr freut es mich, dass du es ansprechend fandest!

      Antworten

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