Wenig nachgefragt – also reißen wir die Straße ab. Absurd bei Straßen. Realität bei der Bahn.

Wenn der Staatskonzern Zugverbindungen streicht – und niemand merkt, wie absurd das ist.

Die Deutsche Bahn kündigt an: Mehr Städte im Halbstundentakt, einfachere Auslandsbuchungen.

Klingt gut, oder?

Aber dafür sollen wenig genutzte Züge gestrichen werden.

Stellt euch das einmal mit Autos vor!

Stellt euch vor, Menschen würden sich morgens um vier oder abends um neun an Straßen stellen und entscheiden:

👉 Diese Straße wird zu wenig nachgefragt.

👉 Also weg damit.

Absurd? Absolut.

Doch genau so wird beim öffentlichen Verkehr argumentiert.

🚫 Die doppelte Ungerechtigkeit 🚫

Sozial ungerecht: Wer auf diese „wenig genutzten“ Züge angewiesen ist, verliert Mobilität. Nicht, weil sie nicht gebraucht würde, sondern weil sie sich nicht „lohnt“. Besonders im ländlichen Raum bedeutet das Isolation.

Klimapolitisch falsch: Jeder gestrichene Zug bedeutet mehr Menschen im Auto – und damit mehr Emissionen. Der Verkehr ist seit den 1990ern der einzige Sektor ohne nennenswerte CO₂-Einsparungen.

Beispiele für den falschen Kurs

🚫 Deutschlandticket: Statt mehr Menschen in Bus und Bahn zu holen, wird an der Preisschraube gedreht. Genau das falsche Signal.

🚫 Streckenschließungen im ländlichen Raum: Ausgerechnet dort, wo Alternativen fehlen, wird gekürzt.

🚫Milliarden für Autoprivilegien: Dienstwagen, Diesel-Subventionen, Pendlerpauschale – alles bleibt. Aber beim ÖPNV wird gerechnet, ob er sich „trägt“.

Es geht um mehr als Züge!

Was mich umtreibt:

Wir diskutieren nicht über Mobilität als Grundrecht, sondern über „Auslastung“.

Wir tun so, als könnten wir eine Verkehrswende erreichen, indem wir an der Preisschraube drehen, Verbindungen kappen und immer nur auf Effizienz schauen.

Aber:

🚫 Soziale Gerechtigkeit entsteht nicht durch Kürzungen.

🚫 Klimagerechtigkeit entsteht nicht durch weniger Angebot.

✅ Beides entsteht, wenn wir Mobilität für alle ermöglichen – sicher, verlässlich, barrierefrei.

Genau darüber schreibe ich jede Woche in meinem Newsletter:

➡️ Was sozial gerechte und klimagerechte Politik bedeutet.

➡️ Wo aktuell die größten Widersprüche liegen.

➡️ Und welche Ideen zeigen, dass es auch anders geht.

Meine These:

Solange wir beim Auto nie die Frage stellen, ob es sich „lohnt“ – aber beim ÖPNV ständig – werden wir die Verkehrswende nicht schaffen.

💬 Was meint ihr? Warum wird das Auto als „Grundrecht“ gesehen, während Bahn und Bus immer wieder in Frage gestellt werden?

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Hej, ich bin Katja 👋


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