Wenn eine Journalistin sich wegen Bedrohungen zurückziehen muss – und der Aufschrei darüber in Politik und Gesellschaft ausbleibt, ist das ein Alarmsignal für unsere Demokratie.
Erst recht, wenn gleichzeitig an anderer Stelle laut verkündet wird, dass Hass und Gewalt immer zu verurteilen seien.
Heute gilt meine volle Solidarität Dunja Hayali.
Ich kenne das Gefühl zu gut:
Auch ich musste mich schon mehrfach zurückziehen, weil Hass und Drohungen gegen mich als Frau, die Mobilität und Klimapolitik neu denken will, übermächtig wurden.
Das Muster ist immer dasselbe:
👉 Frauen, die progressive Veränderungen fordern, werden besonders heftig angegriffen.
👉 Inhalte treten in den Hintergrund, Diffamierung und Einschüchterung dominieren.
👉 So wird nicht nur die Arbeit Einzelner sabotiert – sondern auch die gesellschaftliche Debatte verengt.
Besonders bitter:
Ich hatte lange die Illusion, dass Journalist*innen, eingebunden in größere Apparate, im Gegensatz zu mir als Freiberuflerin institutionellen Schutz erfahren.
Dass Dunja Hayali diesen Schutz nicht hat, zeigt: Wir haben ein strukturelles Problem.
🚨 Hass ist kein Nebenschauplatz – er ist eine gezielte Strategie, um Stimmen zum Schweigen zu bringen und notwendige Transformationen zu blockieren.
👉 Demokratie braucht endlich:
Schutzkonzepte für Betroffene,
klare Regeln für Plattformen,
und eine Gesellschaft, die nicht zuschaut, wenn Menschen zum Schweigen gebracht werden.
Und Journalist*innen brauchen Arbeitgeber*innen, die klar zu ihnen stehen. Besonders in Krisen, die durch demokratieerodierende Kräfte unseres Landes gespiesen werden.
Und hier meine Frage an euch:


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