Screenshot of a video showing Mamdami hilding a speech at an intersection in New York.

New York zeigt, wie progressive, nahbare Verkehrspolitik geht…

… und Deutschland wird mal wieder nichts daraus lernen.

Hand hoch, wenn ihr euch SO eine Rede inmitten eurer Stadt und nicht in geschlossenen Amtsräumen auch von euren nächsten gewählten Vertreter*innen wünschen würdet. Eine Rede, ein Setting, so nahbar, wie ich es noch nie erlebt habe in Deutschland. Vor allem nicht in dem Punkt, den der neuen Bürgermeister von New York hier macht:

Zohran Mamdani hat heute in einer beeindruckenden Rede mitten auf einer Kreuzung deutlich gemacht, was Prioritäten setzen in der Verkehrspolitik bedeutet.

Was mich beeindruckt:
Seine Nahbarkeit ist Programm. Er ließ sich in einer U-Bahn-Station vereidigen – ein bewusstes Signal. Heute stellte er klar: Die Sicherheit ALLER Verkehrsteilnehmer*innen steht im Fokus, vor allem jener ohne Auto. Sein Kernsatz:
„Es kann nicht sein, dass immer erst jemand sterben muss, bevor die Infrastruktur für vulnerable Gruppen verbessert wird.“

Die Maßnahmen sind bekannt – und wirken:

🚴 Citi Bike Program: Größte Bikeshare-Initiative der USA mit 25.000 Rädern und 1.500 Stationen
🚗 Congestion Pricing: Nachweislich weniger Autos, weniger Umweltbelastung, bessere Gesundheit
🚌 Kostenloser ÖPNV: Wird als Teil eines Gesamtkonzepts vorangetrieben

Der übliche Backlash? Als „Communist“ beschimpft, antwortet Mamdani gelassen: „Das heißt C-y-c-l-i-s-t.“ Er lässt sich von ideologischen Grabenkämpfen nicht beirren.

Mein Punkt: Diese Ansätze sind keine Geheimnisse. Sie funktionieren in Paris, Barcelona, Amsterdam, Utrecht. Die Mechanismen sind erforscht, die Erfolge dokumentiert.

Deutschland fährt im Verbrennerauto hinterher – nicht aus Unwissenheit, sondern aus politischem Unwillen. Während New York vorangeht, diskutieren wir noch über selbstverständliche Grundlagen einer klimagerechten und sozial gerechten Mobilität.

Es wird Zeit, dass wir nicht nur beobachten, sondern handeln!

Stimmst du zu – oder fährst du noch Verbrenner? 😉

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2 Antworten zu „New York zeigt, wie progressive, nahbare Verkehrspolitik geht…“

  1. Avatar von Helmut Dirks
    Helmut Dirks

    Ich wünsche mir auch für hier in Deutschland so viel Engagement für die Verkehrswende.
    Leider wird hier gerade der Rollback praktiziert.
    So meinte unsere Bürgermeisterin (CDU) auf meine Forderung nach Maßnahmen zum Klimaschutz in unserer Stadt: „Ihr Anliegen in Ehren, aber das sind Partikularinteressen, ich mache Politik für die Mehrheit!“
    Voreinigen Wochen wurde das Verkehrskonzept unserer Stadt von der beauftragten Beratungsgesellschaft vorgestellt. Einleitender Kommentar des Beraters: „Ich hätte gern eine autoarme Innenstadt vorgeschlagen, aber die Bürgermeisterin hat mich eines besseren belehrt.“ Da frage ich mich: weshalb wurde das Konzept überhaupt in Auftrag gegeben, wenn sowieso alles so bleiben soll wie es ist?
    Auch die Eltern von kleinen Kindern (auch in meiner Familie) sind hier nur schwer für Veränderungen (Anträge für 30 km-Bereiche, verkehrsberuhigte Zonen etc.) zu bewegen.
    Die örtliche ADFC-Gruppe hat ebenfalls keinen Biss. Für die nächste Sitzung werden eine engagierte Kollegin und ich eine Zielformulierung der Ortsgruppe fordern.
    Zusammen mit dem ehemaligen stellvertretenden Ortsbürgermeister bin ich auf der Suche nach einem Netzwerk engagierter Bürger. Veränderung kann hier offensichtlich nur über eine Graswurzelbewegung erfolgen.


    1. So sehe ich das auch Helmut! Von unten muss der Druck kommen, bis irgendwann eine Bewegung entsteht, die nicht mehr aufzuhalten ist. Toll, dass ihr euch so engagiert!


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