Ich habe noch nie ein so anstrengendes, kräftezehrendes, hasserfülltes Jahr erlebt wie 2025.
Nicht, weil ich mir das so ausgesucht hätte. Sondern weil es offenbar ein Tabu ist, in einer Welt, die sich immer stärker faschisiert und immer brutaler am fossilen Patriarchat festklammert, die zu sein, die diesen Status Quo hinterfragt.
Ohne die Menschen, die mir bedingungslos finanzielle Zuwendung geben – meine Flauschis, meine Newsletter-Community – hätte ich dieses Jahr nicht überstanden. Denn ich musste und wollte mir monatelang Auszeiten nehmen für die Pflege von Angehörigen. Diese Unterstützung hat mir buchstäblich ermöglicht, für meine Familie da zu sein und gleichzeitig meinen Selbstschutz zu finanzieren – die rechtliche und emotionale Absicherung gegen die koordinierten Angriffe, die mich treffen. Dafür bin ich zutiefst dankbar.
Noch nie bin ich so sorgenvoll in ein neues Jahr gestartet. Irgendwie ist es absurd, das ausgerechnet an einem beliebigen Kalendertag zu reflektieren. Aber diesmal ist es so.
Ja, ich mache mir Sorgen um mich selbst – um meine Gesundheit, um meine Finanzen, um ein Leben in Disbalance. Viel mehr aber sorge ich mich um meine marginalisierten Menschen: die einen großen Platz in meinem Herzen haben, aber immer weniger Lobby in der Gesellschaft, der Politik und den Medien.
Es ist nichts Profundes in 2025 geschehen, das mir Hoffnung für 2026 gibt.
Auf EU-Ebene sind Beschlüsse mit Faschist*innen für die EVP schon fast Daily Business. Schon beschlossene, überfällige Regulierungen zugunsten einer enkeltauglichen Zukunft werden aus Deutschland heraus lässig gekippt. Kriegstüchtigkeit ist wichtiger als ein gutes Leben für alle in Deutschland.
Und dennoch: Ich habe Zuversicht. Ich werde weitermachen.
Menschen, die meinen Newsletter beziehen, wissen, dass ich Überlegungen hatte, die öffentliche Person Katja Diehl zurückzunehmen, mir andere Tätigkeiten zu suchen, die mir Stabilität ins Leben bringen könnten.
Aber das war ein Quatschgedanke.
Denn ich habe ein stabiles Werte- und Normengerüst. Mein Kompass lässt sich nicht verbiegen. Und dieser zeigt mir klar die Richtung: Meine Möglichkeiten täglich zu nutzen, damit es anderen besser geht.
In einer guten, wahlfreien, dekarbonisierten Mobilität für alle liegen so viele Chancen, dass es geradezu natürlich erscheint, dass Autoindustrie und fossile Politik vor diesen Angst haben. Dass sie zu feige sind, dies anzuerkennen und lieber im Bullshitbingo festhängen – gegen jeden Fakt.
Was ich für 2026 vorhabe:
Ich werde Learn & Travel Formate ausbauen – zu den Orten, an denen die Veränderung bereits erlebbar ist. Mit Menschen, die am Ende des Formats neue Banden gebildet haben, die sich gegenseitig stärken und weitertragen, was sie gesehen und erlebt haben. Der erste Prototyp führt in die Schweiz und kann hier gebucht werden.
Ich baue einen monatlichen Business-Newsletter auf, für Menschen, die bereits tiefer in der Materie stecken. Mit einem Monatsthema, das ich gemeinsam mit Expert*innen tiefer beleuchten werde – für die, die nicht nur verstehen wollen, sondern auch handeln.
Und ich werde Kund*innen unterstützen, die bei mir je Monat einen Tag kommunikative Begleitung buchen – damit ihre kleinen feinen Ideen endlich gehört und kopiert werden. Denn es gibt so viele gute Ansätze da draußen, die nur sichtbar gemacht werden müssen.
Ich werde auch 2026 alles tun, damit Kinder, Alte, Kranke, Behinderte, Arme, Queere, Trans Personen und Andersdenkende ein besseres Leben erhalten.
Ich fahre gerade einfach viel zu viel Auto im Ländlichen, gegen meinen Willen. Ich weiß, wovon ich spreche – aber ich weiß auch, dass es für alles eine Lösung gäbe. Wenn wir es nur wollten. Wenn Politik es nur zuließe.
Ich freue mich über alle, die sich mit mir unterhaken für eine antifaschistische, feministische Verkehrswende, die alle aus der Autoabhängigkeit befreit.
Machst du mit?


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