Litauen halbiert Bahnpreise. Deutschland verbilligt Fliegen.

Mit dem Finger zu zeigen – so wirksam wie ein Gespräch!?

Litauen halbiert die Bahnpreise. Deutschland senkt die Steuer auf Flugtickets.

Zwei Länder. Zwei Krisen-Antworten. Zwei völlig unterschiedliche Vorstellungen davon, wem Politik in schwierigen Zeiten dient.

Das staatliche litauische Bahnunternehmen LTG Link reagiert auf hohe Spritpreise mit einer einfachen Entscheidung: alle Ticketpreise im nationalen Schienennetz – halbiert.

Verkehrsminister Juras Taminskas: „Von Familien über Studierende bis hin zu Senior*innen – alle werden von diesen günstigeren Tarifen profitieren. Niemand sollte unter den steigenden Preisen leiden.“

Das zeigt: Ein staatlicher Konzern kann in der Krise sehr viel richtig machen. Wenn die richtigen Menschen in der Verantwortung sitzen.

Und genau da liegt der Punkt.

Ich könnte jetzt die Union und die SPD beschimpfen. Das tue ich ehrlich gesagt manchmal. Es fühlt sich gut an. Für etwa fünf Minuten.

Ändert es etwas? Nein.

Was etwas ändert:

Das Gespräch mit den Menschen in unserem Leben, die ihr Kreuz bewusst dort gesetzt haben, wo die die Politik stand, deren Umsetzung wir erleben.

Die Kollegin. Der Bruder. Die Nachbarin. Die Freundin, mit der man über alles reden kann – nur nicht über Politik, weil es „zu anstrengend“ wird.

Die Union hat im Wahlkampf nicht versteckt, wofür sie steht.

Das stand auf den Plakaten, in den Interviews, in den Programmen.

Menschen haben das gewählt. Das ist Demokratie.

Und Demokratie bedeutet auch: Wer eine andere Politik will, muss nicht lauter posten. Sondern besser überzeugen.

Das ist unbequemer als Empörung. Es kostet mehr. Es braucht Geduld, echtes Zuhören und die Bereitschaft, den eigenen Standpunkt zu erklären – ohne zu belehren.

Litauen zeigt, was möglich ist, wenn der politische Wille da ist. Die Frage ist nicht, ob wir das wissen. Die Frage ist, wen wir damit erreichen – und ob wir bereit sind, dafür aus unserer eigenen Blase herauszutreten.

Die richtigen Entscheidungen brauchen die richtigen Entscheider*innen. Und die kommen nur durch die richtigen Wahlen.

Was machst du?

Mit dem Finger zeigen oder in das unbequeme Gespräch gehen – und selbst Verantwortung übernehmen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Dir gefällt, was ich tue?

Unterstütze mich gern! Du und ich: Wir sind ein Kollektiv!

Detailbeschreibung ausklappen

Ich freue mich sehr, wenn meine Arbeit dir Mehrwert bietet und du mich dabei unterstützen möchtest!

Um meine Projekte langfristig fortsetzen zu können, möchte ich mir ein Grundeinkommen sichern. Seit einiger Zeit habe ich ein unterstützendes Team um mich aufgebaut: Jemand kümmert sich um meine E-Mails, eine andere Person übernimmt meinen Instagram-Account, und ein weiterer Mensch mixt meinen Podcast ab. Auch mein Steuerberater und meine Rechnungsfee gehören dazu. Dieses Outsourcing entlastet mich enorm, bringt aber natürlich auch Kosten mit sich. Deshalb möchte ich im ersten Schritt diese Kosten decken und freue mich über jede Unterstützung.

Exklusive Inhalte und virtuelle Treffen

1 × wöchentlich schaue ich in den Rückspiegel: Wo stehen wir in der Mobilitätswende? Und gebe Abonnent:innen exklusive Inhalte.

Detailbeschreibung ausklappen

Für nur fünf Euro pro Monat erhältst du meinen wöchentlichen Steady-Newsletter. Es gibt auch weitere Pakete, die Gastzugänge oder größere Pakete für Unternehmen beinhalten, die bis zu 20 Zugänge für Mitarbeiter:innen oder Kolleg:innen bieten. Bei den größeren Paketen ist ein virtuelle