Und bin jetzt mal ganz ehrlich: Ich brauche nicht noch ein Video, wo jemand durch Paris radelt und sagt: „Wie toll ist das? Das könnten wir auch haben!“
Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungproblem!
Doch leider haben wir auch zu viele unter uns, denen es genügt, schöne Bilder zu schauen und maximal im Urlaub zu erleben, was es an Lebensqualität bedeutet, wenn man an einem menschen- und nicht autogerechten Ort ist.
Wir brauchen Menschen, die wissen: DAS zu schaffen braucht Rückgrat, Mut und Menschenliebe.
Menschen wie Melissa Bruntlett und Chris Bruntlett, die nicht nur zeigen, wie schön Kopenhagen und Paris, Bogota und Vilnius sind, sondern die harte Arbeit dahinter benennen. Die politischen Kämpfe. Die Widerstände. Den langen Atem.
Die letzten sechs Menschen, die ich in meiner Academy veröffentlichen durfte?
Theo Jansen, der jahrelang das Zukunftsnetz Mobilität NRW aufgebaut hat und Mobilität als gesellschaftlichen Transformationsprozess versteht – nicht als Infrastrukturthema.
Annika Brockschmidt, die systemisch als Journalistin offenlegt, dass im fossilen patriarchalen Backlash der Autokraten auch die ungewollte Verkehrswende Ausdruck verteidigter weißer Privilegien ist.
Dr. Mary Dellenbaugh-Losse, die die Verteilung urbaner Flächen politisch hinterfragt und Mobilität aus der Perspektive realer Alltagsbedürfnisse denkt – von Care-Arbeit bis Klimagerechtigkeit.
Dilek Ruf, die planungsrechtliche Hürden benennt und für gemischte Quartiere statt autogerechte Strukturen kämpft.
Menschen, die sich „unbeliebt“ machen, weil sie das Richtige tun.
Genau solche Menschen hole ich in meine Academy.
Nicht für schöne Bilder. Sondern für ehrliche Gespräche über:
Wie schafft man Veränderung gegen Widerstände?
Welche Strategien funktionieren wirklich?
Wo sind die Sollbruchstellen?
Was kostet es persönlich?


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