Ihr erinnert euch an Teil 2? Dort ging es um weniger Tracking. Schon gemacht? Hier haben wir die Grundlagen gelegt: ein besseres System, weniger Werbung, weniger Tracking. Jetzt kommt der Browser – und der ist entscheidend. Über ihn läuft alles, was privat bleiben sollte: Bankzugang, Behördenformulare, persönliche Recherchen.
Warum nicht einfach Chrome oder Edge behalten?
Chrome gehört zu Google, Edge zu Microsoft – beide haben ein Interesse daran, Daten in ihre Ökosysteme zu ziehen. Chrome wertet dein Surfverhalten für Werbung aus, sobald du mit einem Google-Konto angemeldet bist. Edge schickt besuchte Adressen zur Prüfung an Microsoft. Technisch sind beide stark – das Problem ist das Drumherum.
Firefox: der einfachste Umstieg
Firefox ist quelloffen, steht hinter keinem Werbekonzern und lässt sich so einstellen, dass er deutlich weniger nach außen funkt. Wichtig: Im Auslieferungszustand ist er das noch nicht automatisch – aber ein paar gezielte Einstellungen reichen.
Das stellst du ein (Desktop): Öffne Extras → Einstellungen:
- Startseite: Verknüpfungen und „Firefox unterstützen“ abwählen
- Suche: Startpage als Suchmaschine hinzufügen (
https://www.startpage.com/sp/search?q=%s) und als Standard setzen - Datenschutz & Sicherheit: Alle drei Punkte unter „Datenerhebung“ abwählen, KI-Verbesserungen blockieren
Unter Android läuft es ähnlich – Menü über die drei Punkte, dieselben Schalter, teils andere Namen. Am einfachsten: Desktop zuerst einrichten, dann per Firefox-Konto synchronisieren.
iOS-Nutzer bleiben bei Safari – dort ist kein Wechsel nötig.
Brauche ich noch weitere Add-ons?
Nein. uBlock Origin aus Teil 2 reicht. Jedes zusätzliche Datenschutz-Add-on macht den Browser fehleranfälliger und kann ihn sogar auffälliger machen – das Gegenteil von dem, was du willst. Weniger ist hier wirklich mehr.
Fragen? Im Forum helfen wir weiter.




















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