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Warum hört der Radweg oft genau an der Gemeindegrenze auf? Diese Folge zeigt, wie es anders geht: Im NUDAFA-Reallabor haben sich Eichwalde, Königs Wusterhausen, Zeuthen, Wildau und Schulzendorf zusammengetan, um Radverkehr über kommunale Grenzen hinweg zu planen. Wusstet ihr, dass das nicht mal eine „Pflichtaufgabe“ der Kommunen ist und deswegen auch oft zu kurz kommt?
Zu Gast sind Prof. Christian Rudolph, der seit April 2021 die Stiftungsprofessur für Radverkehr in intermodalen Verkehrsnetzen an der TH Wildau leitet, und Vanessa von Wiedner aus seinem siebenköpfigen Forschungsteam. Sie erzählen, wie aus einer simplen Bürgerfrage in Eichwalde – „Wie erstellt man eigentlich ein Radverkehrskonzept?“ – ein bundesweit beachtetes Projekt wurde.
Themen der Folge:
- Kopfsteinpflaster abschleifen statt ausbauen: Kopfsteinpflaster abschleifen statt ausbauen: Die Idee eines Eichwalder Bürgers führte zu einer Maschine mit 380 Diamantschleifscheiben, die ganze Straßenzüge lückenlos befahrbar macht. Zunächst wurde die Maschine am Priesterweg in Berlin-Tempelhof-Schöneberg getestet, dann kam Eichwalde und inzwischen auch mehrere Straßen in Berlin (Hufelandstraße, Lünastraße, Korinnstraße) hinzu. Das ZDF-Morgenmagazin berichtete darüber und 650 Meter Straße waren in nur zwei Wochen fertig.
- Das „Kochbuch“ für Kommunen: Warum ein klassischer Abschlussbericht meist ungelesen bleibt und wie stattdessen ein gedrucktes Buch mit „Rezepten” und Steckbriefen der beteiligten Gemeinden entstand, von dem bereits über 1.500 Exemplare verteilt wurden – bewusst gestaltet für Verwaltungsmitarbeitende ohne Expertise im Bereich Radverkehr.
- BikeBuddies & schulisches Mobilitätsmanagement: Aus einer Projektwoche ist ein kostenloser, vollständig Open-Source verfügbarer Leitfaden für Lehrkräfte entstanden, der fertige PowerPoint-Folien, Arbeitsblätter und Elternbriefe zum Download bietet.
- Interkommunaler Radverkehr: Der Beitrag erklärt, warum es oft an einer einzigen zuständigen Person scheitert, wenn Radwege über Gemeindegrenzen hinweg geplant werden sollen, und wie ein gemeinsamer Radverkehrsmanager fünf Gemeinden zusammengebracht hat.
Mehrere Jahre Forschung, gelebte Praxis vor Ort und ein klarer Appell zum Schluss: Radverkehrsförderung ist keine kommunale Pflicht, aber eine politische – und wer sich einmischt, wird gehört.
- Buch „Gemeinsam Radverkehr fördern“: https://doi.org/10.14512/9783987266294
- Leitfaden BikeBuddies: https://doi.org/10.57806/8d8la231
- Kontaktmöglichkeit (auch zur Bestellung von Druckexemplaren zum Leitfaden BikeBuddies):


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