Carsharing

Versachlichung einer Debatte: „Momentum“ und Hysterie zu E-Stehrollern

„Roller verschandeln Städte.“ „Irrsinn auf zwei Rädern.“ „Erste Unfallopfer zeigen die Gefahr.“ „Verbot nach Trunkenheitsfahrten gefordert.“ „Krieg auf der Straße.“ Um nur einige der Schlagzeilen zu nennen. Was sich in der Sommerpause für Klicksammler eignet, hat nur selten sehr fundierte Hintergründe. Als sich abzeichnete, dass es hier eine neue Mobilitätsform auf der Straße geben würde, war ich ad hoc auch erstmal kein Fan, weil mich Nachrichten erreicht hatten, dass die Roller nur wenige Wochen halten und dann als Elektro- und Plastikschrott enden. Ich ärgerte mich aber auch über das fast schon geübte Gegeneinander der Interessensgruppen. Radfahrende und Fußgänger pflegten bis hin zu Demos ihre Lobby gegen die neuen Gefährte – anstatt als Interessensgemeinschaft mehr Platz vom Auto zu fordern.

Fakenews und Fakten #1: Lassen Sie uns über Carsharing sprechen

Zunächst: Ich freue mich, dass die Themen, die Menschen wie mich und andere schon seit Jahrzehnten umtreiben, nun auch im Mainstream der Medien angekommen sind. Nämlich: Wie gestalten wir die Mobilität nachhaltig, effizient und kundenzentriert? Das bringt aber auch immer einen Effekt mit sich: Verkürzung von Themen und Auslassung von Fakten, die für ein Gesamtbild wichtig sind.