**Alt-Text:** Katja Diehl steht lächelnd vor einer Straßenbahn, trägt blauen Blazer und große Brille. Links im Bild eine illustrierte Hand, die einen goldenen Pokal in die Höhe hält, mit Konfetti. Rechts eine große goldene Zahl "4". Oben rechts ein Audio-Wellenform-Symbol. Unten der Schriftzug "she drives mobility – Der Podcast mit Katja Diehl". Darunter ein Badge von "Million Podcasts" mit dem Text "Best 20 Micromobility Podcasts" und dem Datum "Feb 04, 2026".

Platz 4!! Obwohl ich Worte wie „Gender“ und „Feminismus“ nicht scheue!

Aber dazu später.

Es gibt eine internationale Studie, die 17 Länder auf sechs Kontinenten untersucht hat.
Die Ergebnisse sind eindeutig:
Wo Radfahren sicher und alltagstauglich ist, fahren alle Rad.
Wo nicht, bleiben bestimmte Gruppen zu Hause.


In Städten mit einem Radverkehrsanteil unter sieben Prozent sind Frauen immer in der Minderheit. Kinder und ältere Menschen massiv unterrepräsentiert.

In Städten mit höheren Radverkehrsanteilen?
Ausgeglichen. Das ist kein Zufall. Es ist Infrastruktur.

Die Studie zeigt: Unterschiede in der Risikobereitschaft sind der zentrale Faktor. Wer weniger Risiko toleriert – und das betrifft Frauen, Kinder und ältere Menschen überproportional – bleibt eher vom Rad, wenn die Bedingungen unsicher sind.

Das bedeutet: Wenn wir Infrastruktur bauen, die nur die Nachfrage der aktuellen Nutzer bedient (oft: Männer mittleren Alters auf dem Weg zur Arbeit), zementieren wir Ungleichheit.

Japan wird oft für seine High-Tech-Züge bewundert. Aber auf den Straßen dominiert eine Technologie, die sich seit Jahrzehnten kaum verändert hat: das Fahrrad. In Osaka machen Frauen 64 Prozent aller Radfahrenden aus. In Tokyo sind es 57 Prozent. Damit liegen beide Städte vor Amsterdam und Kopenhagen.

Das ist kein Wunder. Es ist das Ergebnis einer Infrastruktur, die von Anfang an auf Alltagstauglichkeit ausgelegt war. Japan hat Radfahren nicht als Sport oder Bewegung verstanden, sondern als Werkzeug. Für Einkäufe. Für den Schulweg. Für den Weg zur Arbeit. Für alle.

Die Erkenntnis ist simpel: Wer Infrastruktur für die am meisten gefährdeten und vorsichtigsten Nutzergruppen baut, baut Infrastruktur für alle.

Zwei Fakten:
– Je nach Region sind 50 bis 60 Prozent der Wege in Deutschland kürzer als fünf Kilometer.
– Die Studie zeigt: In Städten mit hohem Radverkehrsanteil werden Räder mindestens genauso häufig für Nicht-Arbeitswege wie für Arbeitswege genutzt. Oft sogar häufiger.

Conclusio:
Wir brauchen keine Pendler-Radschnellwege als Hauptfokus. Wir brauchen sichere Schulwege. Wir brauchen fahrradfreundliche Nachbarschaften. Wir brauchen Infrastruktur, die auch die Person mit dem Lastenrad zum Einkaufen mitdenkt – nicht nur den sportlichen Pendler im Lycra.

Solange wir nur für die bauen, die ohnehin schon fahren, werden wir Potenziale nicht heben. Das ist ein Gerechtigkeitsproblem.
Wie adressieren wir diese Genderungerechtigkeit, ohne dass bestimmte Männer mit den Augen rollen und aussteigen? Denn DAS ist der Elefant im Raum.

Und zum Schluss eine persönliche Freude!
Mein Podcast She Drives Mobility hat es gerade auf Platz 4 der weltweiten Podcasts geschafft, die Mikromobilität thematisieren. Das zeigt mir: Das Interesse an gerechter, zugänglicher Mobilität wächst. Und es wird Zeit, dass unsere Infrastruktur diesem Interesse endlich folgt!

,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Dir gefällt, was ich tue?

Unterstütze mich gern! Du und ich: Wir sind ein Kollektiv!

Detailbeschreibung ausklappen

Ich freue mich sehr, wenn meine Arbeit dir Mehrwert bietet und du mich dabei unterstützen möchtest!

Um meine Projekte langfristig fortsetzen zu können, möchte ich mir ein Grundeinkommen sichern. Seit einiger Zeit habe ich ein unterstützendes Team um mich aufgebaut: Jemand kümmert sich um meine E-Mails, eine andere Person übernimmt meinen Instagram-Account, und ein weiterer Mensch mixt meinen Podcast ab. Auch mein Steuerberater und meine Rechnungsfee gehören dazu. Dieses Outsourcing entlastet mich enorm, bringt aber natürlich auch Kosten mit sich. Deshalb möchte ich im ersten Schritt diese Kosten decken und freue mich über jede Unterstützung.

Exklusive Inhalte und virtuelle Treffen

1 × wöchentlich schaue ich in den Rückspiegel: Wo stehen wir in der Mobilitätswende? Und gebe Abonnent:innen exklusive Inhalte.

Detailbeschreibung ausklappen

Für nur fünf Euro pro Monat erhältst du meinen wöchentlichen Steady-Newsletter. Es gibt auch weitere Pakete, die Gastzugänge oder größere Pakete für Unternehmen beinhalten, die bis zu 20 Zugänge für Mitarbeiter:innen oder Kolleg:innen bieten. Bei den größeren Paketen ist ein virtuelle