Es ist zwar erst ein paar Tage her, aber aus den Erlebnissen werden schon Erinnerungen.
Meine Delegationsreise in die Schweiz, genauer gesagt nach Graubünden, hat mich mit Energie „vollgepumpt”, dieses Format zu verstetigen. Dieser Wissenstransfer ist nur möglich, wenn Menschen sich begegnen. Die Gruppe lernte hautnah beim „Erfahren“ der gerechten Mobilität, wie Expert*innen vor Ort diese gestaltet hatten – aber auch die Gastgebenden konnten von der Gruppe und ihren Hinweisen profitieren.
Hier ein Rückblick auf unseren ersten Tag, den wir mit einer Führung „in die Vergangenheit“ begannen. Während Autobahnen in Deutschland eher geschichtslos sind, da sie erst mit dem Aufkommen des Automobils entstanden sind, können die Wege in Graubünden, auf denen sich heute sowohl Autos als auch Waren bewegen, auf eine Geschichte zurückblicken, die bis in die Römerzeit zurückreicht. „Viamala” (zu Deutsch: „schlechter Weg”) war ein berüchtigtes Teilstück beim Überqueren von Alpenpässen, da es sehr gefährlich war. In Thusis, unserer ersten Station, wurden die erschöpften Pferde seinerzeit gegen frische ausgetauscht.
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In Deutschland undenkbar:
Ein 150-Seelen-Dorf wird mittels einer elektrischen Seilbahn an das Nahverkehrsnetz angeschlossen. Die Fahrt mit der Gondel dauert nur sieben Minuten, mit dem Bus hingegen 40 Minuten. Die Fahrgastzahlen erreichten innerhalb kurzer Zeit Rekordniveau, da dieses Angebot auch für Tourist*innen ein Ziel erschloss, das sie zuvor vielleicht nicht auf der Karte hatten. Die Bahn fährt bis tief in den Abend, danach kann das Publicar, ein Rufbus, bestellt werden. Ein Traum.
Krönender Abschluss des Sonntags war die Begrüßung durch Remi Crameri, Gemeindeammann von Thusis, mit ihm durfte ich bereits am Donnerstag einen Talkabend über Mobilität gestalten. Er berichtete uns von einer anstehenden Ratssitzung, in der das Gesamtkonzept des Verkehrs im Kanton Graubünden bis in die Dörfer hinein aufeinander abgestimmt werden soll, um weitere Verbesserungen zu erzielen. Ein besonderes Highlight für ihn ist das Projekt mit Elektro-Tuk-Tuks. Diese sollen Tourist*innen bequem vom Bahnhof Thusis in die Viamala-Schlucht bringen. Das zeigt, wie wichtig der Tourismus für eine gerechte Mobilität ist.
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Die nächste Delegation ist bereits terminiert, kommentiere einfach LUXEMBURG, dann schicke ich dir den Stand der Planungen gern zu! Das besondere Highlight hier: Der ehemalige Verkehrsminister und „Vater“ des kostenlosen ÖPNV in Luxemburg, François Bausch, wird unser lokaler Guide sein.
Danke an alle, die dabei waren – ich hoffe für uns alle, dass ich diese Konzept ausweiten kann. Es funktioniert umwerfend gut!


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