Screenshot des Titelbilds von "Keine Talkshow - eingesperrt mit Jan Fleischhauer".

„Keine Talkshow“ – und das vielleicht zu Recht!?

Am 12. Dezember war ich Gast bei „Keine Talkshow – eingesperrt mit Jan Fleischhauer“. Seitdem: keine weiteren Folgen. Jetzt fragen mich Menschen, ob ich irgendetwas damit zu tun habe.

Nein. Natürlich nicht.

Aber die Frage amüsiert mich ein wenig – und sie bringt mich zum Nachdenken.


Im Ausschnitt, den ich hier zeige, behauptet Fleischhauer, ich träumte von einer autofreien Welt. Meine Antwort war klar: Nein. Ich träume von einer Welt, in der alle gut mobil sein können – nicht nur die, die Auto fahren können oder wollen. Das ist kein Traum von Verboten. Das ist ein Traum von Wahlfreiheit.

Dieser Unterschied ist nicht schwer zu verstehen. Aber er passt nicht in ein Format, das von der Vereinfachung lebt.


„Keine Talkshow“ folgt(e?) einem bekannten Rezept: Mann mit viel Meinung trifft auf Expert*innen. Die Meinung bleibt. Die Expertise dient als Reibungsfläche – und als Kulisse.

Das Publikum? Schaut zu. Oder eben nicht.

Ich habe die Hoffnung – und ich formuliere das bewusst als Hoffnung, nicht als Gewissheit – dass mangelndes Zuschauer*inneninteresse manchmal beweist, was Argumente allein nicht schaffen: dass Substanz fehlt. Dass ein Format, das Desinformation als Unterhaltung verpackt, irgendwann seinen Reiz verliert.


Dabei könnten die Öffentlich-Rechtlichen so viel mehr. Ihre eigentliche Stärke war immer: Information UND Unterhaltung. Nicht seichte Unterhaltung durch Desinformation. Nicht das Gefühl von Debatte, wo eigentlich nur eine Meinung inszeniert wird.

Vielleicht ist es langsam genug. Vielleicht ist dieser Formate endlich zu viel.

Ich bin jedenfalls nicht traurig über die Stille seit dem 12. Dezember.

Ich bin neugierig, was an ihrer Stelle entsteht.

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