Gestern war ich mal wieder „trending topic“ bei dem, was mal Twitter war.
Für alle, die die Mechanismen auf dieser Plattform nicht kennen: Trending Topic werden Menschen oder Themen, die immens oft genannt werden. „Katja Diehl“ stand da für Stunden ganz weit oben, weil so viele über mich schrieben, dass der Algorithmus es als „Trend“ erkannte.
Diese Minute, die ich willkürlich zusammengeschnitten habe, enthält nur Inhalte von Twitter und LinkedIn – und es ist eben nur eine Minute. Doch wie jedes Leben hat auch meines am Tag 24 Stunden.
Ich verstehe nicht, warum es so schwer ist, mich zu ignorieren. Warum so schlaue Menschen, die die Union beraten, die Urania in Berlin führen oder für Atomkraft forschen so eskalieren, nur weil ich immer mal wieder (und damit werde ich auch nicht aufhören) betone, dass große Teile meiner Arbeit unbezahlt erfolgen, weil ich möchte, dass breite Zielgruppen erreicht werden.
Immer wieder auch erhalte ich den Hinweis, nicht darüber zu schreiben, sondern lieber die Anmutung von hohem finanziellen Erfolg zu faken. Funfact: Ich habe Einnahmen, sogar gar nicht so schlecht, vor allem über meinen wöchentlichen Newsletter. Nur fließen diese Einnahmen nicht an mich, sondern an die Menschen, die mich gegen Hass schützen, indem sie meine Mails übernommen haben und Social Media Accounts für mich pflegen. So ein Leben habe ich mittlerweile. Und natürlich kann das kein Mensch nachvollziehen, die nicht so lebt wie ich das tue. Sich dann aber anzumaßen, mich zu diskreditieren, ist einfach nur ekelhaft.
Weder bringen meine Beratungsmandate Geld, das sind Ehrenämter, noch wird Frau als Bestsellerautorin reich. Aber vielen genügt nunmal ihr eigenes Nichtwissen, um Hass und Häme über mich auszukippen, Teil des Rechtsrucks in Deutschland zu sein – sich dabei aber als die bürgerliche Mitte zu empfinden. Dabei sind Jene, die da gegen mich wüten, nur noch Millimeter von Mistgabeln und brennenden Fackeln entfernt.
Ich habe eine Bitte: Wenn Sie mitbekommen, dass eine Person so etwas erfährt, seien Sie da, erheben Sie Ihre Stimme in den Kommentarspalten, halten Sie Gegenrede. Denn vieles in Deutschland, von dem wir dachten, dass es nie wieder geschehen würde, ist längst da. So der erste AfD-Bürgermeister in Pirna. Der widerwärtige Hass gegen progressive Personen ist Teil dieses Programms, das wir nur als Team stoppen können.
Ich zähle auf Sie!


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