Dilek Ruf treibt die Verkehrswende als Architektin voran, indem sie autogerechte Nachkriegsstrukturen aufbricht, bestehende Flächen umnutzt und den öffentlichen Raum zugunsten von ÖPNV, Rad- und Fußverkehr neu ordnet. Besonders wichtig ist ihr, ländliche Räume besser anzubinden und pragmatisch zu experimentieren—mit gemischten Quartieren, On-Demand-Angeboten und Ansätzen wie 15-Minuten-Stadt/Superblocks, die Mobilität alltagstauglich und klimaverträglich machen.
»Weil gerade die Mobilitätswende ganz massiv auch daran krankt, dass unser ländlicher Raum nicht gut eingebunden ist. Das muss man erst mal zur Kenntnis nehmen und dafür brauchen wir Lösungen.«
Zusammenfassung
Ruf verknüpft Stadt- und Regionalentwicklung eng mit der Mobilitätswende: Nachkriegs-Planung habe autogerechte Strukturen verfestigt, heute brauche es gemischte Quartiere, starke ÖPNV-Netze und regionale Lösungen für Einpendelverkehre (inkl. On-Demand-Angeboten). Sie kritisiert planungs- und bauordnungsrechtliche Hürden, plädiert für Umnutzung statt Neubau auf der „grünen Wiese“ und betont die Aufwertung des öffentlichen Raums (Superblocks/15-Minuten-Stadt als Vorbilder). Zentral ist für sie, dass ländliche Räume besser angebunden, bestehende Flächen ressourcenschonend genutzt und politische Leitplanken angepasst werden—auch durch pragmatisches Ausprobieren statt jahrelanger Planung.






Schreibe einen Kommentar