Screenshot aus dem verlinkten Video. Ein Mann steht mit weißem Hemd vor einem geöffneten Lkw-Motor.

#FediverseFirst: Seit ich selbstständig bin, lasse ich mich für zwei Dinge gern auslachen…

… für meine Forderung, dass Autoindustrie Mobilitätsindustrie werden soll und mein Interesse an Retrofit.

Auf der Bus2Bus habe ich To Zero getroffen. Ein Unternehmen, das genau das macht, was ich seit Jahren fordere: Diesel-Busse auf Elektroantrieb umrüsten – Retrofit. Kein neues Fahrzeug.Kein neuer Ressourcenverbrauch. Bis 2028 wollen sie 5.000 Busse umrüsten.
Das ist eine Lösung, aber es gibt ein Problem:
Denn das Bundesverkehrsministerium fördert den Kauf neuer Elektrobusse – Retrofit hingegen ist in den meisten Programmen schlicht nicht vorgesehen. Der Bundesverband eMobilität kritisiert das seit Jahren. Erst in der KsNI-Förderrichtlinie von 2021 wurden umgerüstete Lkw erstmals Neufahrzeugen gleichgestellt – ein erster Schritt, aber bei weitem nicht konsequent genug.

Dabei liegt das Potenzial auf der Hand: Gerade bei Nutzfahrzeugen – Bussen, Lkw, Reisebussen – steckt in jedem bestehenden Fahrzeug bereits Stahl, Aluminium, Kupfer, seltene Erden. Rohstoffe, die wir unter oft fragwürdigen Bedingungen aus dem Globalen Süden beziehen. Sie wegzuwerfen, um ein neues Fahrzeug zu bauen, ist in Zeiten von Ressourcenknappheit und globaler Ungerechtigkeit schwer zu rechtfertigen.

Ich bin nicht naiv: Hersteller verdienen am Neuwagen, nicht am Umbau. Aber wenn wir Klimaschutz ernst nehmen – und Lieferkettengerechtigkeit auch – dann müssen wir fragen, ob dieses Geschäftsmodell noch zeitgemäß ist. Oder ob Mobilität für alle nicht auch bedeutet: Ressourcen für alle – und nicht auf Kosten anderer.

Hier ein paar Quellen:

,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Dir gefällt, was ich tue?

Unterstütze mich gern! Du und ich: Wir sind ein Kollektiv!

Detailbeschreibung ausklappen

Ich freue mich sehr, wenn meine Arbeit dir Mehrwert bietet und du mich dabei unterstützen möchtest!

Um meine Projekte langfristig fortsetzen zu können, möchte ich mir ein Grundeinkommen sichern. Seit einiger Zeit habe ich ein unterstützendes Team um mich aufgebaut: Jemand kümmert sich um meine E-Mails, eine andere Person übernimmt meinen Instagram-Account, und ein weiterer Mensch mixt meinen Podcast ab. Auch mein Steuerberater und meine Rechnungsfee gehören dazu. Dieses Outsourcing entlastet mich enorm, bringt aber natürlich auch Kosten mit sich. Deshalb möchte ich im ersten Schritt diese Kosten decken und freue mich über jede Unterstützung.

Exklusive Inhalte und virtuelle Treffen

1 × wöchentlich schaue ich in den Rückspiegel: Wo stehen wir in der Mobilitätswende? Und gebe Abonnent:innen exklusive Inhalte.

Detailbeschreibung ausklappen

Für nur fünf Euro pro Monat erhältst du meinen wöchentlichen Steady-Newsletter. Es gibt auch weitere Pakete, die Gastzugänge oder größere Pakete für Unternehmen beinhalten, die bis zu 20 Zugänge für Mitarbeiter:innen oder Kolleg:innen bieten. Bei den größeren Paketen ist ein virtuelle