Danke, Stefan Carsten, und danke an das gesamte Team der BUS2BUS Berlin – für eine Messe, die zeigt, wie lebendig und relevant diese Branche ist.
Ich war gestern dort. Und ich habe – subjektiv, denn ich konnte längst nicht alle Talks hören – zwei sehr unterschiedliche Veranstaltungen erlebt.
In den Hallen: Busse aus China, aus dem Ausland, Marktführer BYD. Eine klare, unmissverständliche Sprache über die Realität des globalen Wettbewerbs. Und auch sehr viel Stolz, den die Mitarbeitenden auf die Marktführer-Position und die vollelektrischen, für das Design ausgezeichneten Busse, die in der Halle standen, ausstrahlten.
Auf den Paneltalks: Männer, die das Lieferkettengesetz beklagen. Gleichbezahlung von Männern und Frauen als Bürde rahmen. Elektromobilität als „Schmerztablette“ bezeichnen. Und Klimamaßnahmen als reine Bedrohung für die deutsche Industrie und nicht als Pflicht für eine lebenswerte Zukunft ansehen.
Ich möchte das fair einordnen: Ich habe natürlich nicht alles gehört. Dennoch teilten viele Besucher*innen, mit denen ich sprach, den Eindruck und auch sie fragten sich:
Wie wirkt das auf eine Branche, die gerade jeden Impuls nach vorne braucht?
Wie wirkt das auf eine Politik, die wahrnehmen muss, wieviele Kraft zur Transformation in diesen Unternehmen steckt?
Denn gleichzeitig habe ich genau diese Kraft gespürt – in den Gesprächen mit Verantwortlichen deutscher Nutzfahrzeughersteller.
Menschen, die die Realität nicht beklagen, sondern gestalten.
Mit neuen Konzepten, auch jenseits des Antriebs.
Diese Branche kann Zukunft. Sie hat das Zeug dazu.
Aber sie braucht Überzeugungskraft und Menschen, die Lust an der notwendigen Veränderung zeigen. Und diese nicht immer nur von sich schieben.


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