Das Bild zeigt Stadtrat Simon Gredig, Katja Diehl und Teilnehmende der Delegation nach Graubünden im Gespräch in einem Park.

#DelegationGraubünden: Tag 2: Warum kleinere Städte beim Wandel im Vorteil sind.

Der zweite Tag meiner Delegation nach Graubünden. Wir sind in Chur, die Sonne steht über den Dächern, wir steigen zusammen mit Stadtrat Simon Gredig aufs Rad. Im lokalen Radio ein Interview mit mir, das eine Journalistin auf der Radtour mit mir führte: Ich glaube, dass kleinere Städte einen echten Vorteil haben. Die Menschen sind sehr lokal orientiert und wollen einfach gut leben, vor Ort. Und genau da liegt die Chance: In kleineren Städten sind wir näher dran, wir können direkt vor der Haustür etwas verändern. In einer großen Stadt ist alles ein riesiger Abstimmungsbedarf.

INSERT_STEADY_NEWSLETTER_SIGNUP_HERE

Über das Auto sage ich im Interview etwas, das provoziert – mit Fakten: Wir könnten das Auto auch besser nutzen, als wir es tun. Im deutschen Berufsverkehr sitzt im Schnitt ungefähr eine Person in einem Fahrzeug, das vier oder fünf Plätze hat. Hättest du rein theoretisch immer vier Menschen im Auto, hättest du auch nur ein Viertel des Verkehrs.

Das ist für mich der Kern der Verkehrswende: Es geht nicht nur um Technik und Tickets, sondern um die Momente, in denen Menschen ihr Verhalten überhaupt neu aushandeln. Genau dort muss gute Politik ansetzen.

Mit in der Gruppe war Andrea Reidl. Sie ist Journalistin und schreibt seit fast zwanzig Jahren über nachhaltige Mobilität, viel auch im Ausland.Was sie an der Reise besonders gereizt hat, war der Blick aufs Land: Wir gehen raus, wir gucken, wie gute Mobilität auf dem Land funktioniert. Das wollte sie sich gerne ansehen. Ihr Fazit nach den drei Tagen: „Es waren wirklich sehr aufschlussreiche Tage. Man sieht, was alles funktioniert.“ Gelobt hat sie auch die Organisation und die Dynamik in der Gruppe. Es waren fast alle Expert*innen, die zu ihrem jeweiligen Fachbereich sehr spezifische Fragen stellen konnten – und sie hat dabei selbst noch etwas gelernt.

Ein Beispiel, das bei ihr hängen geblieben ist: die Fair Trails. „Das finde ich mega, weil es da um die Rücksichtnahme auf den Wanderwegen geht“, sagt sie. Ihr Eindruck: Das wird in Graubünden von allen mitgedacht, als relevant angesehen – und vor allem wird das Thema angestoßen, bevor es zum Konflikt wird. Man sieht, dass ein Konflikt entstehen kann, und wird deshalb aktiv.

Genau diese Haltung ist es, die ich von einer guten Delegation mit nach Hause nehmen will.

Dir gefällt was ich tue?
1 × wöchentlich schaue ich in den Rückspiegel: Wo stehen wir in der Mobilitätswende? Und gebe Abonnent:innen exklusive Inhalte mit meinen Steady-Paketen:
INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Und jetzt du: Die nächste Delegation steht

Vielleicht hat das dein Interesse geweckt – dann freue ich mich, wenn du mir schreibst. Denn die nächste Delegation steht auch schon fest. Es geht nach Luxemburg. Und ich freue mich sehr, dass kein Geringerer als François Bausch, der ehemalige Verkehrsminister, uns dort begleiten wird. Wenn du dabei sein willst, melde dich gern bei mir. Die Plätze sind begrenzt, und wie bei allen meinen Delegationen gilt: Wir schauen nicht auf die schönen Hochglanzbroschüren, sondern auf das, was vor Ort wirklich funktioniert.

,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Dir gefällt, was ich tue?

Unterstütze mich gern! Du und ich: Wir sind ein Kollektiv!

Detailbeschreibung ausklappen

Ich freue mich sehr, wenn meine Arbeit dir Mehrwert bietet und du mich dabei unterstützen möchtest!

Um meine Projekte langfristig fortsetzen zu können, möchte ich mir ein Grundeinkommen sichern. Seit einiger Zeit habe ich ein unterstützendes Team um mich aufgebaut: Jemand kümmert sich um meine E-Mails, eine andere Person übernimmt meinen Instagram-Account, und ein weiterer Mensch mixt meinen Podcast ab. Auch mein Steuerberater und meine Rechnungsfee gehören dazu. Dieses Outsourcing entlastet mich enorm, bringt aber natürlich auch Kosten mit sich. Deshalb möchte ich im ersten Schritt diese Kosten decken und freue mich über jede Unterstützung.

Exklusive Inhalte und virtuelle Treffen

1 × wöchentlich schaue ich in den Rückspiegel: Wo stehen wir in der Mobilitätswende? Und gebe Abonnent:innen exklusive Inhalte.

Detailbeschreibung ausklappen

Für nur fünf Euro pro Monat erhältst du meinen wöchentlichen Steady-Newsletter. Es gibt auch weitere Pakete, die Gastzugänge oder größere Pakete für Unternehmen beinhalten, die bis zu 20 Zugänge für Mitarbeiter:innen oder Kolleg:innen bieten. Bei den größeren Paketen ist ein virtuelle