Ben Wolf, seit rund 30 Jahren Filmemacher in New York, hat mit „Changing Lanes”, seinem Regiedebüt, drei Jahre lang den Kampf um eine der gefährlichsten Straßen Brooklyns dokumentiert und gezeigt, was beharrlicher lokaler Aktivismus bewirken kann. Er lebt es auch vor: Gedreht hat er nur mit Equipment, das per Fahrrad transportiert wurde, um zu beweisen, dass es ohne Auto geht.
»I don’t think it’s a hard argument to make to say that cars are sort of anti-urban. They make public spaces unpleasant.«
Zusammenfassung
Im Gespräch mit Katja Diehl erzählt Ben Wolf von seinem Dokumentarfilm über den McGuinness Boulevard in Brooklyn, einer autogerechten Schnellstraße durch ein Wohnviertel, auf der in 70 Jahren rund 200 Menschen starben. Der geplante Rückbau von vier auf zwei Spuren löste einen erbitterten Streit aus, bei dem laut Wolf Desinformation, Korruption und Identitätsfragen die Fakten verdrängten. Er kritisiert, dass New Yorks Bürgermeister seit der Bloomberg-Ära nur noch reaktiv „Pflaster” verteilen, obwohl Umbauten meist auch den Geschäften nützen. Seine Hoffnung: Lokaler Aktivismus kann etwas bewegen, und mit dem neuen Bürgermeister Mamdani könnte sich die Politik ändern.






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