Dr. Till Ackermann treibt seit über einem Jahrzehnt beim VDV das Thema autonomes Fahren voran und verknüpft technologische Innovation konsequent mit der Idee einer sozial gerechten, barrierefreien Verkehrswende statt profitorientierter Robotaxi-Konzepte. Mit unbeirrbarem Weitblick fordert er, autonome Mobilität dem öffentlichen Verkehr statt privaten Plattformkonzernen zu überlassen – als Chance, das Auto auf dem Land wirklich überflüssig zu machen.
»1,6 Milliarden Tankrabatt hätte 1000 Shuttles bezahlt. da hätte man viel machen können.«
Zusammenfassung
Dr. Till Ackermann (VDV) erklärt, dass autonomes Fahren technisch inzwischen möglich ist (z. B. Waymo), Deutschland aber jahrelang mit langsamen Forschungs-Shuttles in einer Innovationssackgasse steckte. Er warnt vor Robotaxi-Plattformen wie Uber, deren Preismodell („wer bezahlt, gewinnt“) der Daseinsvorsorge widerspricht, und fordert, autonomes Fahren von Anfang an in den ÖPNV zu integrieren statt separate Robotaxi-Angebote zuzulassen. Verfügbare Fahrzeuge wie der ID.Buzz seien für den ÖPNV ungeeignet – zu klein und meist nicht barrierefrei, was ein zentrales Unterscheidungsmerkmal zu kommerziellen Anbietern sei. Von rund 140 geförderten On-Demand-Projekten seien viele nach Förderende wieder eingestellt worden, da sie zu klein dimensioniert waren. Abschließend plädiert er für europäische statt chinesischer Systeme, da der ÖPNV kritische Infrastruktur sei, und sieht darin auch eine industriepolitische Chance für die Automobilbranche.






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