Chris und Melissa Bruntlett sind Autor:innen und Stadtforscher:innen, die sich leidenschaftlich für eine gerechte, lebenswerte und autoarme Verkehrswende einsetzen und in ihren Büchern und Vorträgen zeigen, wie Städte durch radikale Priorisierung von Menschen über Autos neu gedacht werden können. Sie verbinden praktische Beispiele aus der ganzen Welt mit einer klaren Vision: Mobilität muss zu mehr Lebensqualität, weniger Abhängigkeit vom Auto und mehr sozialer Teilhabe führen.
»It’s often the people with the most privilege, the most mobility, the most power, the most time, who mobilize. The status quo works perfectly for them.«
Zusammenfassung
Im Gespräch mit Katja Diehl erläutern Chris und Melissa Bruntlett, warum erfolgreiche Verkehrswende weniger eine Frage technischer Lösungen als von politischer Führung, Empathie und Machtverhältnissen ist. Anhand internationaler Beispiele zeigen sie, dass tiefgreifende Veränderungen im Straßenraum häufig dort gelingen, wo politische Entscheidungsträger:innen bereit sind, unpopuläre Maßnahmen durchzusetzen und den Status quo infrage zu stellen. Ein zentrales Motiv ist, dass Widerstand gegen Verkehrswende meist von privilegierten Gruppen ausgeht, während die negativen Folgen autozentrierter Städte vor allem jene treffen, die wenig Einfluss haben. Die Bruntletts betonen, dass erfolgreiche Städte nicht „copy-paste“-Lösungen übernehmen, sondern mutig experimentieren, lokale Kontexte ernst nehmen und Mobilität als Frage von Gerechtigkeit, Teilhabe und Lebensqualität begreifen. Besonders hervorgehoben wird die Rolle von Führungspersönlichkeiten, die bereit sind, Konflikte auszuhalten und Politik konsequent am Alltag der Menschen auszurichten.






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