Mobilität menschlich denken, heißt auch, Stadtraum als Wert zu betrachten. Als gemeinsamen Raum, der allen gehört, die dort wohnen. Wer aktuell mit offenen Augen durch unsere Städte geht, hat den Eindruck, dass jedwede menschliche Mobilität (und als solche betrachte ich jene ohne Motoren oder aber geteilte) sich dem Auto unterordnen muss.

Ob geparkt oder auf der Straße, sehr viel unseres Stadtraums ist von Autoraum überlagert. Weil viele Städte verkehrsplanerisch, aber nicht stadtplanerisch entwickelt wurden.

Mir kommen solche Räume stets sehr „kalt“ und unwirtlich vor, weil zwei Reihen unbewegliches Blech und Minimum zwei Reihen bewegtes Blech meinen Blick auf die andere Straßenseite, andere Menschen versperren. Noch schlimmer ist dieser Blick aus den Augen von Kindern.

Diesen Schnappschuss machte ich heute in Eimsbüttel. Er zeigt auf, dass die Grenzen des Wachstums von uns schon vor dem Cybertruck gesprengt wurden.

Wir kaufen unsere Autos nach Maximal-, nicht nach Alltagsbedarf. Was sich dann wiederum negativ auf den Stadtraum auswirkt.

Stadtraum muss kosten. Kostenloses Parken ist nicht mehr zeitgemäß. Es braucht Abstellanlagen für Räder und gepflegte Geh- sowie eigene Radwege.

Neue Mobilität braucht Platz & Schutz.
Sie ist eben nicht nur technisch.