Blaues Sharepic mit einem Porträt einer Persn, die auf einer Straße kniet. Gelber Störer. Text: "Ohne diesen Planeten gibt es keine Arbeitsplätze."

Ministerpräsident Pedro Sánchez: „Ohne diesen Planeten gibt es keine Arbeitsplätze.“

Spanien hat seinen „Plan Auto España 2030“ vorgestellt – eine mit der Automobilindustrie ausgearbeitete Transformations-Roadmap. Während Deutschland über „hocheffiziente Verbrenner“ diskutiert und die Wunschliste der Autoindustrie zu Regierungspapieren macht, gestaltet Spanien etwas Revolutionäres:

Es trifft klare Entscheidungen.

Und das in schweren Zeiten. Denn Spanien steht nicht besser da als Deutschland. Das Land hat mit wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen, die Autoindustrie ist stark von ausländischen Investor*innen abhängig, und der Anteil elektrischer Fahrzeuge ist noch gering. Aber statt zu zögern, zu zaudern und Lobbywünsche abzuschreiben, handelt Spanien faktenkonform.

⚡ 95 Prozent der produzierten Autos sollen 2035 elektrisch sein

Spanien ist nach Deutschland der größte Autoproduktionsstandort in der EU. Ein Industriestandort, der sich für eine klare Richtung entschieden hat.

1️⃣. Klarheit statt „Technologieoffenheit“
Pedro Sánchez: „Ganz Europa hinkt bei der Antriebswende hinterher, aber Spanien wird nicht vom Elektroauto abrücken.“ Während Friedrich Merz Briefe an die EU „Liebe Ursula“ schreibt mit der Bitte, Verbrenner nach 2035 weiter zuzulassen.

2️⃣. Der spanische Plan wurde in einem einjährigen Prozess gemeinsam mit der Industrie, mit Ministerien, Regionalregierungen und Gewerkschaften entwickelt

3️⃣. Spanien will mehr als nur „Autos bauen“
⚡ Batterieproduktion ansiedeln
⚡ Rohstoffgewinnung entwickeln
⚡ Forschung und Entwicklung stärken

Pedro Sánchez: „In der Vergangenheit haben wir Autos ‚made in Spain‘ hergestellt. In Zukunft müssen wir Autos ‚made by Spain‘ entwickeln – als Gütesiegel für Qualität.“

4️⃣. Förderprogramme – mit sozialem Fokus
⚡ Deckelung des Fahrzeugwerts für Förderung – keine Förderung für Luxus-SUVs
⚡ Spanien fördert bezahlbare Mobilität, nicht teure Statussymbole
⚡ Förderung der Industrie für elektrische und vernetzte Fahrzeuge
⚡ Ausbau der Ladeinfrastruktur in schlecht angebundenen Regionen

Wir? Haben Angst, Entscheidungen zu treffen.

Isabell Büschel von T&E: „Was mich zuversichtlich stimmt, ist, dass es in Spanien ein authentisches nationales Interesse an Elektromobilität gibt. Das reicht bis in die Reihen der Opposition.“
Hier? Die Union will das Verbrenner-Aus kippen. Die FDP sowieso. Die SPD schwankt. Auch Teile der Grünen sind pro Verlängerung Verbrenner.

Der Staatssekretär für Industrie, Jordi García Brustenga: „Wenn wir jetzt nichts unternehmen, verlieren wir 30 Prozent der Industriekapazität. Wenn wir aktiv handeln, können wir 35 Prozent gewinnen.“

Eine klare Strategie, verbindliche Ziele, staatliche Investitionen, breite Einbindung, soziale Gerechtigkeit. Keine Utopie, sondern pragmatische Politik.

Wann fangen wir an?

Quellen: Tagesspiegel Background, Washington Post, Voice of America

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