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Kostprobe Autokorrektur? 27 Seiten meines Buches zum Durchblättern online.

Klappentext:

Ein Plädoyer für eine inklusive und klimagerechte Verkehrswende – Mit Schwung, Know-how und Kreativität macht die Mobilitätsexpertin Katja Diehl Lust auf eine Gesellschaft, die gemeinsam eine attraktive und klimafreundliche Zukunft für alle baut. Eine Zukunft, die mehr Lebensqualität in Städten und auf dem Land bietet sowie moderne Formen von Arbeit berücksichtigt.

»Jede:r sollte das Recht haben, ein Leben ohne ein eigenes Auto führen zu können.«

»Autokorrektur« will Kick Off einer Gesellschaft sein, die gemeinsam eine attraktive Mobiltätszukunft baut – und zwar schon heute. In Katja Diehls Vorstellung der Zukunft können die Menschen Auto fahren, so sie es denn wollen. Sie müssen es aber nicht mehr – denn es gibt attraktive Alternativen.

Momentan ist nicht alles in unserem Land fair und klimagerecht, inklusiv und bezahlbar aufgestellt. Die Bedürfnisse vieler Menschen werden nicht angemessen berücksichtigt. Das können wir ändern, davon ist Mobilitätsexpertin Katja Diehl überzeugt und läutet die Verkehrswende ein.

Die Mobilitätsexpertin Katja Diehl weist den Weg zu einer gerechten und fairen Mobilität der Zukunft, die den Menschen ins Zentrum stellt und unsere Welt lebenswert macht.

Und hier geht es zur Vorschau. Freue mich auf Feedback!

13 Gedanken zu „Kostprobe Autokorrektur? 27 Seiten meines Buches zum Durchblättern online.“

  1. Klaus-Dieter Mack

    Hallo Frau Diehl,

    Ihre Ausführungen sind interessant und zeigen Wege aus der Krise auf. Einen Teil der Ausführungen teile ich. Ich bin jedoch der Meinung, dass Sie bei Ihrer Betrachtung einen Teil der Bevölkerung ausgelassen haben, nämlich diejenigen, die gerne Auto fahren und hierauf nicht verzichten möchten. Ich persönlich fühle mich in einem Zug unwohl, die Unruhe durch die umherlaufenden Fahrgäste nervt nicht und ich kann mich nicht konzentrieren, um z.B. ein Buch zu lesen oder zu arbeiten. Wenn ich die Wahl habe, nehme ich das Auto. Das entspannt mich. Ich lasse meine Gedanken laufen und höre Radio. Weil ich Spaß am Auto fahren habe, halte ich auch autonomes Fahren für einen Irrweg. Wenn ich mal nicht fahren möchte, nehme ich ein Taxi oder den Bus oder organisiere einen Fahrer. Und noch ein Aspekt ist beim autonomen Fahren zu beachten. Die enorme Energieverschwendung. Es fahren unzählige Autos, möglicherweise elektrisch, mit einem Fahrgast umher. Das ist nicht effektiv.

    1. Danke für Ihr Feedback Herr Mack! Wenn Sie gerne Auto fahren, sind Sie tatsächlich auch nicht Adressat meines Buches im Sinne der Veränderung der Automobilität in Ihrem Leben, sondern in dem Sinne, dass Sie in meinem Buch Menschen kennenlernen, die gegen ihren Willen Auto fahren müssen, weil wir ihnen in Deutschland keine Alternativen geben – oder Barrieren einbauen, die ihnen die Nutzung verunmöglichen. Es gibt 13 Millionen Erwachsene ohne Führerschein, auch diese haben ein Recht auf selbstbestimmte Mobilität. Ich freue mich, wenn Sie hier mit mir wirksam für Veränderung werden.

      1. Sie schreiben „weil wir ihnen in Deutschland keine Alternativen geben – oder Barrieren einbauen, die ihnen die Nutzung verunmöglichen“. Ich denke nicht, dass das noch der wesentliche Grund ist. Die Autonutzung konnte sich durch die Straßenbauorgien seit den 1950ern insbesondere auch IN den Städten 70 Jahre lang in die Köpfe festsetzen. Selbst in den letzten 30 Jahren, wo schon erkennbar viel für ÖPNV und Radinfrastruktur gemacht wurde (vor allem bei letzterem aber in den meisten Städten noch zu wenig), ist die PKW-Zahl von 30 auf 48 Mio gestiegen. Nur wenige werden jetzt „einfach“ auf das Autofahren verzichten wollen, auch mit besten Angeboten an ÖPNV und Radinfrastruktur wird sich der Modal Split nicht deutlich in Richtung 70% oder besser bewegen (Hochschulstädte mal ausgenommen wo der Anteil eh schon höher war).

        Wie traurig war eine jüngere Kollegin, welche die 2 km ins Büro nicht mit ihrer Karre fahren konnte, obwohl die Fahrradverbindung zu ihr nach Hause 500 m kürzer ist und außer 1 Ampelquerung nur auf 30 km/h-Wohnstraßen verläuft, und sie außerdem alle 10 Minuten eine Buslinie benutzen könnte, die sie in 6 Minuten zu der nur je 200 Meter entfernten End- bzw. Zielhaltestellen bringt. Die allermeisten Autofahrer dürften viel zu faul („200 Meter laufen?? Fahrradreifen aufpumpen??“) und zu eingesponnen sein für einen kurzfristigen Mobilitätsmittelwechsel.

        Wenn von der (nicht-)realsozialistischen Umerziehungsecke dann wenigestens nicht das E-Auto als Feindbild auserkoren worden wäre (auch wenn die Volksverblödungslügen dazu immer abstruser werden), könnte man in den nächsten Jahren, wenn schon nicht sofort auf wesentlich weniger Autoverkehr, aber immerhin bald auf weniger Lärm- und Abgasbelastung in den Städten kommen. Und wenn die Leute dann mal selber lernen oder sehen, dass man auch mal ein paar Minuten auf den geladenen Akku warten kann, ohne dass die Welt untergeht, dann wird es zumindest in Städten möglich sein, auf den Umweltverbund + stark ausgebautes (multimodal nutzbares) E-Carsharing zu wechseln, statt noch ein eigenes Auto zu besitzen.

      2. Lustigerweise fahren heute schon überwiegend Autos mit nur einem Fahrgast umher. Aus der Schilderung von Herrn Mack (… Wenn ich die Wahl habe, nehme ich das Auto. Das entspannt mich. Ich lasse meine Gedanken laufen und höre Radio. Weil ich Spaß am Auto fahren habe, …) gehe ich davon aus, dass auch Herr Mack nicht immer mit 5 Personen im Auto sitzt 😉 Von daher ist dieses Argument für mich nicht stichhaltig.
        Bzgl. „ich fahre gerne alleine“… Das ist schön, dass Herr Mack sich das so aussuchen kann. Vermutlich hat Herr Mack auch einen eigenen PKW den er sich mit niemandem teilen muss… (Ich weiß, Spekulation…) Vielen anderen geht es aber nicht so. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft weiter auseinander und mit steigenden Energiepreisen werden mehr Menschen aufs Fahrrad oder andere günstige Verkehrsmittel angewiesen sein. Daher ist es notwendig die Bedingungen für diesen Verkehr maßgeblich zu verbessern.

        1. Danke Apunkt – ich stimme dem zu: Deine Mobilität ist nicht meine Mobilität und umgekehrt 🙂
          Mit diesem Perspektivwechsel beginnt die Verkehrswende!

      3. Hallo,

        sie haben ein wichtiges Thema gewählt.

        Sie sind erstaunlicherweise nur auf dem Privatverkehr fokussiert und schreiben kein einziges Wort über den Liefer- und Werksverkehr.

        Zitat: „Kinder nicht auf der Straße spielen, weil Autos sie dort gefährden und weiterer Raum parkenden Pkw vorbehalten ist“.
        Sie schreiben aber nicht:
        – dass diese Autos das Essen u.A. frisches Obst und Gemüse eben für diese Kinder ins Geschäft in der Nähe täglich bringen
        – dass diese Autos diverse online gekauften Waren den Eltern dieser Kindern täglich zustellen, damit die Eltern mehr Zeit mit den Kindern verbringen können
        – dass diese Autos Pizza und anderes Essen eben über diese Straßen zustellen und Millionen Menschen viel Zeit, Kraft und Geld ersparen

        Zitat: „Gleiches gilt für Radwege, das haben wir in der Corona-Pandemie gelernt.“ – Unter „wir“ meinen Sie vermutlich nur sich selbst. Sie verweisen auf keine Studie und nennen keine Zahlen. Was ich Tag täglich beobachte, ist das Gegenteil: Die Popup-Radwege sind fast immer leer, April bis Oktober evtl. 1 (!) Radfahrer pro Stunde. Im Winter noch weniger. Dafür haben wir an solchen Strassen mehr Staus und mehr CO2. Mit dem Hinweis auf Radwege benachteiligen Sie Millionen von Menschen, die gesundheitlich das Fahrradfahren nicht leisten können: Kinder, für die die Strecken noch zu lang/zu schwer sind, Menschen ab 40, für die die Strecken schon zu lang/zu schwer sind.

        Sie schreiben viel über die Verkehrstoten. Dabei verlieren Sie kein einziges Wort, dass die Todesrate in Deutschland eine der niedrigsten in der ganzen Welt ist, um mehrfaches geringer, als in den USA, Canada, Israel, und das ist noch krasser, weil diese Ländern Tempolimit haben. D.h. die Deutschen fahren extrem vorsichtig und viel besser, als fast die ganze Welt. Sie sagen auch kein Wort, dass mehr als 3-fach mehr Menschen an Suizid sterben: 2.700 Verkehrstote vs. 9.200 Suizide, dass vom Rauchen 50-fach (!!) mehr Menschen jedes Jahr sterben: 2.700 Verkehrstote vs. 127.000 Rauchentote.

        In dem freien Abschnitt gibt es keinen Hinweis auf die Lösung.
        – Öffentlicher Verkehr? Offensichtlich nicht, weil es genauso Straßen benötigt und Kinder werden es genauso nicht auf der Straße spielen dürfen. Laut Ihnen, ist dann der öffentliche Verkehr keine Lösung.
        – Car Sharing? Offensichtlich nicht, aus den Gründen die Sie aufgelistet haben.
        – Mehr Tunnels bauen und möglichst viel Verkehr und die Tunnels verleiten? Auch nicht. Weil Sie sagen, dass es Ihnen nicht um die technische Lösung geht, sondern um die Änderung des Verhaltens.

        Interessant, was von Änderung des Verhaltens Sie vorschlagen: Zustellungen jeglicher Art (Waren, Pizza, alles) nach hause verbieten? Soll jeder 2-3 Std pro Tag zu Fuß verbringen? Soll jeder auf mehrere Käufe verzichten, z.B. ein paar Schuhe alle 5 Jahre erlauben?

        Und noch eine Anmerkung. Diese ist nicht zum Inhalt selbst, kann aber wichtig sein für die Entscheidung, ob man das Buch kauft: Sie schreiben zuerst über die Frauenrechte, über Rassismus. Es ist zwar für den Inhalt nicht relevant, aber Ihre Einstellung ist richtig. Dabei haben Sie den Verlag gewählt, der durch Cancel Culture, durch Intoleranz, durch Kampf mit Redefreiheit bekannt ist (Beispiel: Die Geschichte mit Monika Maron). Wenn Sie Cancel Culture unterstützen, dann kann man nichts sinnvolles vom Buch erwarten. Wenn Sie gegen Cancel Culture sind aber trotzdem diesen Verlag aus den Kostengründen gewählt haben, dann ist es mindestens geschmacklos und stinkt.

        Zusammengefasst: Jeder soll selbst entscheiden, ob er dieses Buch kauft. Der offene Abschnitt zeigt sehr gut, was man erwarten kann. Dazu soll man nicht vergessen, was von Verlag das ist.

        Mit freundlichen Grüßen,
        Martin B.

          1. Danke für Ihre schnelle Antwort. Auch dafür, dass das Feedback sofort veröffentlicht wurde: In Deutschland ist es heutzutage leider nicht selbstverständlich.

            Ich beziehe mich nur auf den öffentlich verfügbaren Abschnitt. Ich belege meine Meinung mit Zitaten aus Ihrem Buch und mit den Angaben des Statistischen Bundesamtes.

            So viel ich es richtig verstehe, dass war doch Ihr Ziel, dass der Abschnitt ein Vorgeschmack für das ganze Buch erwecken sollte. Wenn Sie glauben, dass der Abschnitt zu einer nicht korrekten Einschätzung des ganzen Buchs verleitet, könnten Sie vielleicht andere Abschnitte aussuchen: Genau so viel, 26 Seiten, aber nicht durchgehend, sondern von unterschiedlichen Kapiteln je 3-4 Seiten.

            1. Ich denke, dass Menschen viele Möglichkeiten haben, meine Arbeit einzuschätzen. Jeder Ausschnitt aus meinem Buch wird ein Manko haben, da die Kapitel ja aufeinander aufbauen. Durch das Inhaltsverzeichnis ergibt sich hier ein ganz guter roter Faden, der nachvollziehbar ist. Ich habe aber auch einen Blog, einen Podcast und veröffentliche in Medien. Das zeigt, wie vielfältig ich arbeite.

            2. Sehr geehrter Herr B., einerseits monieren Sie fehlende Studien zu Themen, die für einigermaßen informierte Menschen Allgemeinwissen sind, zum andererseits warten Sie mit persönlichen Beobachtungen von bestenfalls anekdotischer Evidenz auf.
              Wenn ich dies mit meinen persönlichen Beobachtungen und mir als Maßstab ebenfalls machen würde, könnte ich über 90 % meiner Arbeitskolleg:innen sagen, dass sie aus reiner Bequemlichkeit mit dem Auto zur Arbeit kommen.
              Dann ist es mehr als fragwürdig, private PKW-Fahrten, die gemäß meiner Beobachtung eben zu 90 % der persönlichen Faulheit geschuldet sind, mit den Fahrten von Lieferdiensten gleichzusetzen.
              Mal abgesehen von Whataboutism, die Anzahl von Selbsttötungen ins Spiel zu bringen, haben sich diese Menschen, aus welchen Gründen auch immer, dazu entschieden, selbst ihr Leben zu beenden, während die Menschen, und darunter nicht gerade wenige Kinder, die im Straßenverkehr ums Leben kommen, umgebracht werden. Und zwar in vielen Fällen, weil der Mensch hinterm Lenkrad zumindest billigend in Kauf nimmt, mit einer gefährlichen und potentiell tödlichen Maschine Menschen zu verletzen oder gar umzubringen.
              Sollten Sie das Buch tatsächlich gelesen haben, muss ich ihnen sagen, Sie haben nichts, aber auch gar nichts verstanden.
              Und bevor hier wieder jemand „aber auf dem Land“ plärrt, ich wohne und lebe in einer Kleinstadt.

            3. Bekloppt, dass manche glauben, man könne nicht mehr aus dem Haus, wenn man seine persönliche Mobilität vom privaten PKW löst.

              Dass Essen zu liefern nur mit PKW ginge. Dass bei breiteren Straßen Staus weniger würden (werden sie nicht: sie werden breiter und in der Summe sogar *mehr* – bei *Radwegen* werden sie weniger, wenn sie zulassen, dass Kraftfahrende aufs Rad umsteigen).
              Zu ignorieren, dass eine gute Radinfrastruktur die Zahl derer, die sich frei und selbstbestimmt bewegen können, um einen wesentlichen Teil der genannten Millionen Behinderten, Kinder und alter Menschen *erhöht*.
              Zu behaupten, dass eine (relativ niedrige aber vierstellige) Zahl von Verkehrstoten akzeptabel sei. (Wie kommt man nur auf eine derart menschenverachtende Idee?)

              Den Inhalt des nicht gelesenen gesellschaftskritischen Buches dann auf die Erkenntnis hin abzuwerten, dass die Autorin auch zu anderen Themen gesellschaftkritisch ist? Albern. Und einem Verlag Cancel Culture vorwerfen, weil der nur Veröffentlichungen macht, zu dem das Unternehmen positiv steht? Ist die Abwesenheit von Veröffentlichungen Katja Diehls im Antaios-Verlag dann auch Cancel Culture oder fehdlt Ihnen tatsächlich so einseitig der Bezug zur Realität?

              Bekloppt auch die Beschwerde, dass in der Leseprobe nicht der Inhalt des gesamten Buches steht. Wenn alles vorher Ihre Meinungsäußerung nicht disqualifiziert hat, Herr Martin B., dann diese depperte Kritik endgültig.

            4. Lieber Martin,

              vielleicht liest du mal das ganze Buch und beschäftigst dich, wie viele ihrer Follower und natürlich auch Katja selbst intensiver mit dem Thema Verkehrswende. Deinem Text nach zu urteilen bist du noch recht frisch im Thema. Es gibt tatsächlich aber sehr viele Quellen jenseits des Buches, welche dir einen kostenlosen Einblick geben. Unter #Verkehrswende auf Twitter wirst du schnell fündig.

          2. Mhh, fehlt eigentlich nur noch „Muss der Notarzt dann auch mit dem Fahrrad kommen?“
            Tatsächlich sehe ich sehr viele Radfahrende, die Radinfrastruktur nutzen, insbesondere zu Schulzeiten. Vielleicht fallen diese aber nicht so sehr auf, weil sie nicht drei Grünphasen benötigen, um über eine Kreuzung zu kommen. Wenn die alle auch jeweils in einem Auto säßen, könnte man hier die Stadt dicht machen, bzw. sie wäre einfach komplett dicht. Wie sähe es denn aus, wenn die Handwerkerinnen und Lieferanten schnell durch die Stadt kämen und einfach Parkplätze fänden, weil nicht alles voller Autos ist? Haben Sie die Phantasie, sich eine Stadt vorzustellen, in der nur 20% der Autos existieren? In der man einfach in den gut ausgebauten ÖPNV steigen kann und schneller ankommt und auch keinen Parkplatz suchen muss? In der Eltern nicht ihre Freizeit damit verbringen, ihre Kinder durch die Stadt zu fahren, weil sie es für sie selber zu als zu gefährlich einschätzen?
            Wenn nicht, wie sieht denn dann ihre Lösung aus? Die Städte sind voll, ich brauche mit dem Auto in der Stadt deutlich länger als mit dem Rad. Wieviel Prozent kann das noch steigen?

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