Katja Diehl im Gespräch mit Maren Urner und Boris von Heesen

Maren Urner, Neurowissenschaftlerin und Autorin, plädiert überzeugt für eine Verkehrswende, die nicht nur technische Lösungen, sondern vor allem gesellschaftliche Veränderungen anstößt. In Interviews betont sie: Viele Städte müssten „Geschichten neu erzählen“, in denen Pkw nicht mehr Norm, sondern Ausnahme sind – ein Wandel, der Lebensqualität, Sicherheit und Gemeinwohl stärkt. Wirtschaftswissenschaftler Boris von Heesen zeigt in seinem Buch “Mann am Steuer” auf, wie patriarchale Strukturen und männliche Machtmuster ein grundlegendes Hindernis für die Verkehrswende darstellen. Er argumentiert: Das Auto wird gesellschaftlich immer noch als „Rüstung und Statussymbol“ verstanden – und nur wenn wir diese kulturellen Entwürfe hinter uns lassen, kann nachhaltige Mobilität gelingen.

»„Jeden Tag sterben auf Deutschlands Straßen 8 Menschen und 1000 werden bis zu schwerst verletzt – was bedeutet dann ist ein Leben auch vorbei. “«

Zusammenfassung

In dem Gespräch mit Katja Diehl tauschen sich Maren Urner und Boris von Heesen über die Verkehrswende aus – und darüber, warum Veränderungen so schwer fallen. Maren bringt Erkenntnisse aus der Hirnforschung ein, während Boris erklärt, welche Rolle Männlichkeitsbilder dabei spielen. Gemeinsam diskutieren sie, welche strukturellen und gesellschaftlichen Dynamiken nachhaltige Mobilität bislang ausbremsen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

INTERVIEWS ZUR VERKEHRSWENDE

  • Katja Diehl im Gespräch mit Mark Hoelling

    Katja Diehl im Gespräch mit Mark Hoelling

    Mark Hoelling ist einer der engagiertesten Stimmen für eine moderne, kleinteilige E-Mobilität und zeigt, wie Pedelecs, Microcars und andere kleine Elektrofahrzeuge als echter Autoersatz die Verkehrswende beschleunigen können. Mit seinem Fokus auf praktische Vorteile, Spaßfaktor und konsequente urbane Transformation treibt er einen Mobilitätswandel voran, der über reine Technologie hinaus einen neuen Lebensstil in Städten ermöglicht.

  • Katja Diehl im Gespräch mit Mareike Rauchhaus

    Katja Diehl im Gespräch mit Mareike Rauchhaus

    Mareike Rauchhaus zählt zu den prägendsten Stimmen der deutschen Mikromobilitäts- und Bike-Sharing-Szene und treibt seit über 14 Jahren die Idee voran, Fahrrad- und Sharing-Angebote als vollwertigen Bestandteil des öffentlichen Verkehrs zu etablieren. Mit Leidenschaft setzt sie sich für eine echte Verkehrswende ein, die durch integrierte Mobilität, sichere Infrastruktur und sozial gerechte Zugänge Menschen nachhaltig vom…

  • Katja Diehl im Gespräch mit Dilek Ruf

    Katja Diehl im Gespräch mit Dilek Ruf

    Ruf verknüpft Stadt- und Regionalentwicklung eng mit der Mobilitätswende: Nachkriegs-Planung habe autogerechte Strukturen verfestigt, heute brauche es gemischte Quartiere, starke ÖPNV-Netze und regionale Lösungen für Einpendelverkehre (inkl. On-Demand-Angeboten). Sie kritisiert planungs- und bauordnungsrechtliche Hürden, plädiert für Umnutzung statt Neubau auf der „grünen Wiese“ und betont die Aufwertung des öffentlichen Raums (Superblocks/15-Minuten-Stadt als Vorbilder). Zentral ist…

  • Katja Diehl im Gespräch mit Till Koglin

    Katja Diehl im Gespräch mit Till Koglin

    Till Koglin ist einer der profiliertesten Verkehrsforscher Europas, der seit Jahren zeigt, wie ein gerechter, sicherer und menschengerechter Verkehr jenseits der Autozentrierung aussehen kann. Mit wissenschaftlicher Klarheit und politischer Hartnäckigkeit kämpft er dafür, dass Mobilität nicht länger Gefahr bedeutet – sondern Lebensqualität, Teilhabe und echte Wahlfreiheit

  • Katja Diehl im Gespräch mit Sofia Salek De Braun

    Katja Diehl im Gespräch mit Sofia Salek De Braun

    Sofia Salek de Braun treibt die Verkehrswende mit einem klaren Sicherheitsprimat voran: datenbasiert (FeGiS+, Near-Miss-Analysen), kinder- und seniorengerecht, inspiriert von Vision Zero. Sie wirbt für sofort wirksame Maßnahmen wie Tempo 30, bessere und bezahlbare ÖPNV-Angebote sowie transparente Kommunikation, die Akzeptanz schafft und subjektive Sicherheit erhöht.

  • Katja Diehl im Gespräch mit Thomas Laschyk

    Katja Diehl im Gespräch mit Thomas Laschyk

    Thomas Laschyk, Gründer von „Volksverpetzer“, verbindet Faktencheck, Humor und kluge Kommunikationsstrategien, um populistische Erzählungen zu entlarven und Debatten auf belegbare Lösungen zu lenken. Besonders zur Verkehrswende setzt er auf alltagsnahe Frames – „billiger, schneller, einfacher“ – und wirbt für weniger Autopflicht, besseren ÖPNV und elektromobile Alternativen jenseits des privaten Pkw.