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Hass im Netz: Hilfsorganisation stellt Arbeit ein

Die Plattform Hassmelden stellt ihr Angebot zum 30. April ein. Die Meldestelle für Hatespeech wurde seit drei Jahren ehrenamtlich betrieben. Inzwischen ist die Zahl der Meldungen so stark angewachsen, dass keine Meldungen mehr angenommen werden können, wie das Team per Twitter mitteilt.

Innerhalb von drei Jahren seien fast eine Million Meldungen eingegangen. In zahlreichen Fällen hat das Team hinter Hassmelden die potenziell strafrechtlich relevanten Inhalte an Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.

Eine Pause für die Neuaufstellung

„Nun jedoch sind die täglichen Meldungen derart angewachsen, dass wir nicht mehr verantwortungsvoll mit dem von uns entwickelten System weiterarbeiten können“, heißt es in einem Schreiben an die Nutzer:innen, das Hassmelden auf Twitter veröffentlicht hat.

Hassmelden hat auch eine Botschaft an die Politik: „Nach wie vor sind wir der Meinung, dass was wir hier tun, nicht unsere Aufgabe ist.“ Neben einer aktiven Zivilgesellschaft müssten auch Strafverfolgungsbehörden und Politiker:innen ihrer Verantwortung gerecht werden.

Die Mobilitäts-Expertin und Influencerin Katja Diehl schlug Justizminister Marco Buschmann (FDP) per Twitter und Linkedin vor, aus der ehrenamtlichen Organisation ein „Amt“ mit festen Jobs zu machen. Alexander Reif von Germanwatch reagierte und schlug vor, die bestehende NGO zu fördern. Es bleibt abzuwarten, ob und in welcher Form die Arbeit von Hassmelden weitergehen kann.

Den gesamten Text von T3N findet ihr hier.

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