Die Auto-Lobby hat ihre Positionen wörtlich ins CDU-Positionspapier schreiben dürfen – in lila Änderungswünschen, daher auch die Färbung meines Sharepics heute mal in dieser Farbe.
Vom „übergriffigen Verbrenner-Aus“ bis zu Forderungen nach mehr Autobahnen ist alles Richtung Vergangenheit und Zerstörung eingeflossen.
Eine kollektive Schreibwerkstatt – kaum mehr erkennbar, ob hier die CDU spricht oder der VDA.
Parallel fordert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) heute das Aus für das Neuverbrennerverkaufsverbot ab 2035. Mit dem Argument, dass Klimapolitik „praxisnah“ und „technologieoffen“ sein müsse. Realitätssinn klingt gut – heißt aber hier: Wir halten an Verbrennern fest, statt die Transformation zu gestalten.
Unsere Gesellschaft bewegt sich ebenso wie die Politik in die falsche Richtung.
Aus rechts wird konservativ, aus faktenavers „realistisch“.
Das Ergebnis für unsere Mobilität:
🚘 E-Autos sind längst Mainstream – trotzdem setzt die deutsche Industrie weiter auf XXL-Verbrenner und synthetische Placebos.
🌍 Die Klimaziele rücken in immer weitere Ferne.
🏭 Die deutsche Autoindustrie verliert Zeit – während internationale Wettbewerber längst vorangehen.
Mein Fazit:
Die eigentliche Krise ist nicht Nachfrage, nicht Corona, nicht China.
Die eigentliche Krise ist die systematische Transformationsverweigerung – unterstützt durch eine Politik, die lieber im Sprachduktus der Lobby schreibt als im Interesse der Gesellschaft.
👉 Frage an euch: Wie lange können wir uns dieses Verschleppen noch leisten – wirtschaftlich, gesellschaftlich, klimapolitisch?

Autogipfel bei Friedrich Merz – und die Autoindustrie schreibt die Agenda.
Eine Antwort zu „Autogipfel bei Friedrich Merz – und die Autoindustrie schreibt die Agenda.“
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Sogar die Berater raten zu einem Rückbau der deutschen Automobilindustrie:
„Marshallplan für die Autoindustrie
Constantin Gall von der Strategieberatung EY-Parthenon
fordert vor dem Autogipfel am Donnerstag einen radikalen
Umbau der Automobilindustrie. Dazu gehörten eine klare
Markenfokussierung, Werksschließungen und ein sozial
abgefederter Stellenabbau, so Gall in einem Gastkommentar
für das „Handelsblatt“. Staatliche Hilfen solle es nicht in
Form neuer Kaufprämien geben, sondern für Umbau,
Qualifizierung und Outplacement. Nötig sei ein „Marshallplan
für die Autoindustrie“, um den industriellen Kern in
Deutschland zu sichern.“

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