Trotz politisch gewollter Verspätungen („plus drei“) kommt Fliegen für mich nicht in Frage – und ja: Ich bin „privilegiert“, mich so entscheiden zu können, weil ich meine Aufträge so gestalten kann. Ich hatte mal dieses Leben, wo Arbeitgeber mich zum „Business-Fliegen“ zwangen, nicht immer sinnvoll. Und immer stressig.
Meine Bilanz (Quelle: UBA):
✈️ Flug: ~230 kg CO₂e (Faktor 223 g/Pkm inkl. Radiative Forcing)
🚆 Bahn: ~36 kg CO₂e (Faktor: 26 g/Pkm, aktueller Strommix).
Obwohl die Schienenstrecke fast 400 km länger ist als die Luftlinie, verursacht der Flug das Sechsfache der Emissionen.
Das ist die Realität unserer Mobilitätsentscheidungen. Wenn wir die Verkehrswende ernst meinen, müssen wir solche Fakten sichtbar machen – weg vom moralischen Zeigefinger, hin zur klaren ökonomischen und ökologischen Logik.
Mein Appell an Arbeitgeber*innen und Auftraggeber*innen: Gestaltet eure Reise-Richtlinien so, dass nachhaltiges Handeln der Standard und nicht die Ausnahme ist. Wir brauchen Systeme, die es einfach machen, das Richtige zu tun.
Wie seht ihr das? Ist „Slow Travel” im Business-Kontext für euch akzeptabel, wenn der Klimanutzen so deutlich ist? Kennt ihr Arbeitgeber*innen oder auch Kund*innen, die bereits so „lenken“?
Ja, unsere Bahn ist politisch gewollt und gesellschaftlich akzeptiert marodiert worden. Das nervt. Aber ehrlich? Fliegen stresst(e) mich mehr – neben der Enge vor allem die Hektik rund um Flughäfen. Die Fahrt hin und zum Airport. Das Durchchecken.
Im Zug kann ich arbeiten, lesen, schlafen, mich unterhalten oder einfach aus dem Fenster schauen.
Wir brauchen eine Verkehrswende, die nicht von Einzelkämpfer*innen abhängt, sondern von politischen Rahmenbedingungen. Wir müssen Systeme bauen, in denen nachhaltige Mobilität der Standard ist – nicht die Ausnahme.
Fliegst du noch oder reist du schon?


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