Katja Diehl im Gespräch mit Julia Erdmann

Julia Erdmann gestaltet als Architektin und Gründerin von JES SocialTecture Städte um — sie fordert Lebensräume statt Parkplätze und räumt dem öffentlichen Raum Platz für Menschen statt Autos ein. Dabei nutzt sie partizipative Methoden, um Mobilitätswandel von unten mitzugestalten: weniger parkende Autos, mehr Geh‑, Rad‑, und Nahverkehr – und das gemeinsam mit Bürger:innen.

»Wir haben zum Beispiel gesagt, wir wollen nicht Autos auf der Straße stehen haben.«

Zusammenfassung

Julia Erdmann, Gründerin des Büros JES, beschreibt ihre Arbeit als Verbindung von Stadtplanung, Architektur und sozialem Leben – mit Fokus auf das Miteinander im öffentlichen Raum. Sie kritisiert, dass Städte oft nur technisch und wirtschaftlich geplant werden, während die menschliche Perspektive fehlt. Am Beispiel des Projekts in Hamburg-Altona zeigt sie, wie ganzheitlich gedachte Mobilität – inklusive barrierefreier Zugänge, Mobilitätslobby und Fahrradgaragen – ein Stadtviertel für alle zugänglich macht. In Münster begleitet ihr Büro zudem kommunikativ den Mobilitätsplan 2035, um Bürger:innen aktiv und kreativ einzubeziehen – insbesondere Gruppen, die sonst selten gehört werden. Erdmanns Vision ist ein lebenswerter Stadtraum, in dem sich alle Menschen begegnen können – unabhängig davon, wie sie sich fortbewegen oder welchen Alltag sie leben.

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