Sharepic mit einer Person in einem schwarz weiß Porträt, die in die Ferne blickt. Dahinter ein Bild eines nepalesischen Tempels.

76 Prozent Elektroanteil bei den Neuwagen – welches Land kommt Dir da in den Sinn?

Während Deutschland noch am Verbrennungsmotor klebt, überholt uns Nepal links!
Nepal – ja, Nepal – hat 2024 einen E-Auto-Anteil von 76% bei Neuzulassungen erreicht. Vor fünf Jahren lag dieser Wert bei null.

Zum Vergleich:

Zum 1. Januar 2025 waren circa 1,65 Millionen Elektro-Pkw zugelassen. Innerhalb von vier Jahren hat sich die Anzahl damit mehr als verfünffacht. Insgesamt ist die Zahl der E-Pkw dennoch gering. Ihr Anteil am Pkw-Bestand liegt bei etwa 3,3 Prozent.

Quelle Bundesverkehrsministerium.

Was läuft bei uns schief?

⛔ Realitätsverweigerung:
Während in Kathmandu E-Autos längst Alltag sind, diskutieren wir noch, ob Elektromobilität „überhaupt funktioniert“.
Spoiler: Sie funktioniert.
Weltweit.
Nur Deutschland glaubt es nicht.

⛔ Rückwärtsgewandte Lobbypolitik:
Deutschland will auf EU-Ebene gegen das Verbrenner-Aus in zehn Jahren kämpfen.
Nicht FÜR Innovation, nicht FÜR Klimaschutz – sondern daFÜR, eine veraltete Technologie künstlich am Leben zu halten.

⛔ Unterschätzung des Globalen Südens:
Wir tun so, als würden „Schwellenländer“ erst anfangen, Mobilität zu gestalten. Die Wahrheit: Sie überholen uns gerade.
Nepal nutzt seine Wasserkraft konsequent, reduziert Abhängigkeit von Ölimporten und befreit seine Städte vom Smog.

⛔ Die bittere Ironie:
Nepal hat enge Gassen, die für Fußgänger*innen und Rikschas gebaut wurden – und schafft die Verkehrswende.
Deutschland hat Milliarden in Straßeninfrastruktur gesteckt – und verteidigt den Stillstand.

China liefert die Technologie, Nepal nutzt sie, und Deutschland?
⛔ Lobbyiert dagegen.

Wir müssen aufhören, so zu tun, als wären wir Vorreiter.
Wir sind es nicht mehr.
Länder wie Nepal, Äthiopien und Norwegen zeigen:
Wenn politischer Wille da ist, geht Transformation schnell.

Deutschland könnte das auch. Wenn wir aufhören würden, uns selbst im Weg zu stehen.

,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Dir gefällt, was ich tue?

Unterstütze mich gern! Du und ich: Wir sind ein Kollektiv!

Detailbeschreibung ausklappen

Ich freue mich sehr, wenn meine Arbeit dir Mehrwert bietet und du mich dabei unterstützen möchtest!

Um meine Projekte langfristig fortsetzen zu können, möchte ich mir ein Grundeinkommen sichern. Seit einiger Zeit habe ich ein unterstützendes Team um mich aufgebaut: Jemand kümmert sich um meine E-Mails, eine andere Person übernimmt meinen Instagram-Account, und ein weiterer Mensch mixt meinen Podcast ab. Auch mein Steuerberater und meine Rechnungsfee gehören dazu. Dieses Outsourcing entlastet mich enorm, bringt aber natürlich auch Kosten mit sich. Deshalb möchte ich im ersten Schritt diese Kosten decken und freue mich über jede Unterstützung.

Exklusive Inhalte und virtuelle Treffen

1 × wöchentlich schaue ich in den Rückspiegel: Wo stehen wir in der Mobilitätswende? Und gebe Abonnent:innen exklusive Inhalte.

Detailbeschreibung ausklappen

Für nur fünf Euro pro Monat erhältst du meinen wöchentlichen Steady-Newsletter. Es gibt auch weitere Pakete, die Gastzugänge oder größere Pakete für Unternehmen beinhalten, die bis zu 20 Zugänge für Mitarbeiter:innen oder Kolleg:innen bieten. Bei den größeren Paketen ist ein virtuelle