Das Bild zeigt eine Frau mit Brille und ernstem Gesichtsausdruck vor schwarzem Hintergrund. Links neben ihr befindet sich eine hellgrüne, organisch geformte Textfläche mit der Aufschrift: \*\*„2024 wurde alle 19 Minuten ein Kind im Straßenverkehr verletzt oder kam sogar ums Leben. 27.260 Kinder unter 15 Jahren waren letztes Jahr in Deutschland Opfer von Verkehrsunfällen.“\*\*

2024 waren 27.260 Kinder Opfer von Straßenverkehr, der nicht auf ihre Lebensrealität Rücksicht nimmt.

Alle 19 Minuten wurde im letzten Jahr in Deutschland ein Kind im Straßenverkehr verletzt oder getötet. Die Zahl steigt.

Wir akzeptieren das – weil wir akzeptieren, dass des Deutschen liebstes Kind immer noch das Auto ist.
Nicht das Kind.

Das ist Adultismus auf Asphalt:
Wir bauen Straßen und Räume für Autos, nicht für Kinder.
Wir verlangen von den Kleinsten, dass sie sich anpassen – statt ihre Sicherheit zur Grundlage aller Planung zu machen.
Verkehrserziehung, anstatt den Verkehr (das sind WIR Erwachsenen!) kindgerecht zu gestalten.

Dass es unproblematisch anders geht, zeigen Städte wie Helsinki, die ein Jahr keine Verkehrstote zu beklagen hatten.

Was wurde dort getan?
– überwiegend Tempo 30 im Stadtgebiet und bald vor allen Kindergärten und Schulen
– Konsequente Priorisierung von Fuß- und Radverkehr
– Straßenräume, die Rücksicht auf die Schwächsten erzwingen
– Politischer Wille, Menschenleben über Fahrgeschwindigkeit zu stellen

Wir müssen diese Prioritäten auch bei uns setzen!
Verkehrsräume können sicher werden – für alle.

💡 Gemeinsam mit Tanja Punz-Wagner, Lina Mosshammer und Claudia Falkinger habe ich ein Workshopformat für Städte, Kommunen, Gemeinden und andere Interessierte entwickelt, um genau diese Unsicherheit zu beenden.

Damit Kinder sich frei bewegen können – und Eltern nicht jeden Weg als Risiko empfinden.

Adultismus beschreibt die systematische Benachteiligung und Entmündigung von Kindern durch Erwachsene.
Im Straßenverkehr zeigt sich das besonders brutal:
Wir planen Straßen, Kreuzungen und Parkplätze so, dass sie vor allem für Autofahrende sicher und bequem sind – nicht für Kinder.
Wir erwarten von Kindern, dass sie sich den Gefahren des Autoverkehrs anpassen („schau nach links, rechts, links“), statt den Verkehr so zu gestalten, dass Kinder sich frei bewegen können.
Wir akzeptieren es, dass Eltern ihren Kindern ständig „Pass auf!“ zurufen müssen, anstatt ihnen sicheren Raum zu geben.

Wir arbeiten mit Verkehrsplaner:innen, Verwaltung, StartUps und Zivilgesellschaft daran, Straßen so zu gestalten, dass Kinder sicher und selbstständig unterwegs sein können.

Wenn Du Teil einer Kommune, Verwaltung oder Initiative sind, die jetzt handeln will:
Schreib´uns!
Lass‘ uns gemeinsam dafür sorgen, dass kein Kind mehr durch den Straßenverkehr verletzt wird – schon gar nicht alle 19 Minuten.

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