Zum Hintergrund:
Alle Parteien (!!! Und ja, dazu gehörten auch die FDP und die CDU, die sonst nicht sooooo bahnaffin sind) außer der SPD in Hannover wollten Donnerstag per Dringlichkeitsantrag den Rücken für die Strecke stärken. Nur die SPD hat blockiert. Und das, obwohl selbst SPD-Abgeordnete aus der Region längst wissen: Ohne diese Strecke geht es nicht.
Denn:
- Auf der Bestandsstrecke sind die Kapazitäten längst am Limit. Prognosen sagen bis zu 385 Zugfahrten täglich voraus – unmöglich ohne Neubau.
- Der Ausbau der alten Strecke ist nicht tragfähig, Nettonutzen nur 0,28.
- Die Neubaustrecke entlang der A7 hat ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von über 1,0 und wäre schneller realisierbar.
Warum es nicht nur um ICEs geht:
Im Landkreis Heidekreis leben 140.000 Menschen – und nicht ein einziger Regionalexpress hält hier.
Mit nur drei Regionalhalten – in Garlstorf, Soltau und Bergen – könnten jeweils über 30.000 Menschen neu an den schnellen SPNV angeschlossen werden – insgesamt 100.000 Leute!
Ein RE200 mit vier Halten (inkl. Celle) würde perfekt in den Deutschlandtakt passen – zwischen die ICEs, wenn er mit 200 km/h fährt. Das ist durchgerechnet und möglich.
Was das bedeutet:
Jeder Halt wird zu einem Anschlussknoten. Menschen steigen vom Bus in den Zug und zurück. Das macht neue Busverbindungen überhaupt erst sinnvoll, weil sie ausgelastet sind. So wächst echter Nahverkehr.
Blick über die Region hinaus:
- Der Fehmarnbelt-Tunnel nach Dänemark bringt ab 2029 zusätzlichen Verkehr – auch dafür brauchen wir diese leistungsfähige Verbindung.
- Ein stabiler 15-Minuten-Takt Hamburg–Lüneburg ist ohne Neubau schlicht unrealistisch.
- Deutschland braucht diese Strecke, damit der Verkehr auf die Schiene verlagert wird – vom Güterzug bis zum Berufspendeln.
Und was macht die SPD?
Statt mutig für die Schiene einzutreten verheddert man sich in Autobahnträumen. Klingbeil, Lies und die SPD in Hannover zeigen gerade, dass sie lieber Beton für Autos gießen, als Zukunft auf die Schiene zu setzen.
Mein Fazit:
Die ICE-Neubaustrecke ist nicht nur ein Projekt für Hamburg oder Hannover – sie ist ein Projekt für hunderttausende Menschen hier in der Region, für Norddeutschland und für das ganze Land. Sie ist ein Symbol dafür, ob wir die Verkehrswende ernst meinen.


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