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Rostiges Ross und Bike Bridge – wie ehrenamtliche Initiativen Menschen auf´s Rad helfen

Es ist auch Thema in meinem Buch: Das Fahrrad ist DAS Symbol feministischer Verkehrswende. Erst, wenn wir alle Personen, die Rad fahren wollen, auf dem Rad im Straßenverkehr sehen, ist unsere Infrastruktur gesundet. Warum feministisch? Das Rad können sich alle leisten, selbst reparieren, es nimmt wenig Platz, ist leise und verursacht kaum Emissionen.

Aber nicht allen Menschen wird es schon als Kind gelehrt, wie Radfahren funktioniert. Manch eine Person ist z. B. aus einem Land zu uns geflüchtet, wo es die Kultur Frauen untersagt, Rad zu fahren, oder wo es zu gefährlich ist, sich mit diesem fortzubewegen. Ältere Menschen werden mit den Jahren zudem unsicherer auf diesem selbstbestimmten Fahrzeug – „mit Wind in den Haaren“.

Es ist schade, dass es hier nicht institutionalisiert wird, dass diese Menschen Zugang zu Radmobilität erhalten.

Es ist toll, dass Menschen im Ehrenamt diese Aufgaben übernehmen.

BIKE BRIDGE.

Unsere Mission ist es, Brücken zwischen Menschen, Projekten und Organisationen zu bauen. Hierfür schaffen wir Orte der BEGEGNUNG, der BEWEGUNG und des AUSTAUSCHES. Das Fahrrad(-fahren) ist ein wirkungsvolles Instrument, mit dem wir die Gesellschaft, insbesondere Frauen, BEWEGEN, VERBINDEN und STÄRKEN. Unsere Aktivitäten fördern das soziale Miteinander, die räumliche und soziale MOBILITÄT, sowie das gesellschaftliche ENGAGEMENT.

Ganz nach dem Motto “Jeder hat ein Recht auf Wind in den Haaren” organisieren wir seit 2020 Rikschaausfahrten für & mit Senior*innen in Freiburg in Zusammenarbeit mit Radeln ohne Alter Deutschland e.V.

Wir möchten besonders die Mobilität älterer Menschen steigern und darüber ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verbessern. Wir möchten aber auch Jung und Alt zusammenbringen, um sich Geschichten zu erzählen, voneinander zu lernen und gemeinsam zu lachen.

Die Fahrradselbsthilfe-Werkstatt Zum Rostigen Ross bietet Fahrrad, Selbsthilfe und Werkstatt.
„Wir stellen dir den Platz, das Werkzeug und den Rat zur Verfügung, damit du dein Fahrrad selbst reparieren kannst. Ein paar (gebrauchte) Ersatzteile haben wir auch auf Lager.

Im Rahmen einer klassischen Fahrradselbsthilfewerkstatt sollen Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Instandsetzung und -haltung von Fahrrädern entwickelt, Kenntnisse über die Straßenverkehrsordnung nahe gebracht sowie weitere Kernkompetenzen zur eigenverantwortlichen Organisation der individuellen Mobilität vermittelt werden.

Über das gemeinsame Tun in der Werkstatt sollen Menschen aus unterschiedlichen Ecken der Gesellschaft zusammen kommen. Wir möchten ein Ort sein, an dem das eigene Fahrrad auf- und Sprachbarrieren und Vorurteile abgebaut werden. Wenn Menschen befähigt werden ihr eigenes Fahrrad wieder funktionstüchtig zu machen, erhöht dies das wichtige Gefühl der Selbstwirksamkeit. Sie verlassen stolz die Werkstatt – und wir schauen stolz hinterher.
Desweiteren lebt das Projekt von der Mithilfe Ehrenamtlicher, die ihre Tatkraft und Ideen einbringen, um die Werkstatt zu einem lebendigen Begegnungsort für die Friedrichstadt machen.

Zielgruppe des Projekts sind in erste Linie Bewohner:innen der Friedrichstadt, vor allem Erwerbslose, Migrant:innen und Jugendliche. Diese Menschen werden gezielt angesprochen. Um den offenen und verbindenden Charakter zu gewährleisten sind alle anderen aber auch willkommen.“

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