Ich lehne vor einer sehr befahrenen Straße an einem Poller. Foto von Benjamin Pichelmann.

Zu Gast bei electrified. Der Fisch stinkt vom Kopf.

Auszug:

„Katja Diehl selbst hat kein Auto. Für sie als Großstädterin funktioniert der Verzicht. „Ich habe das Privileg, ohne eigenes Auto leben zu können“, sagt sie. „Maximal nutze ich mal einen Mietwagen, wenn ich zu meinen Eltern fahre.“ Wenn sie unterwegs ist, nutzt sie den Zug und hat ihr elektrisch unterstütztes Faltrad von Brompton dabei. Das sei eine hervorragende Kombination. „Ich steige aus dem Zug aus, klappe das Rad auseinander und bin sofort mobil.“

Und, ist sie als Vielfahrerin mit der Bahn zufrieden? Nun ja, in dem Waggon, mit dem sie am Tag unseres Gesprächs nach Hamburg gereist war, war die Klimaanlage ausgefallen. Doch sei das nur die Verantwortung der Bahn? Nein, es sei das Ergebnis eines jahrzehntelangen Sparkurses. Andere Länder wie Österreich mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und seinem Nachtzugsystem oder Japan mit seinen tollen Schnellzügen würden sich hier auf einem ganz anderen Level befinden.

Besitz eines Autos nicht vorstellbar

Kann sich Katja Diehl überhaupt noch den Besitz eines eigenen Autos vorstellen? Nein, kann sie nicht. Sie wüsste auch nicht, warum sie sich eines anschaffen sollte – und verweist auf die Kosten von mindestens 300 bis 400 Euro pro Monat. Vielmehr genießt sie es, dass der Fahrradverkehr verstärkt in den Fokus rückt. Deshalb wünscht sie sich, dass sich die Fahrradinfrastruktur weiter verbessert, sich nicht nur die im Verkehr sicher fühlen, „die eine Fahrgastzelle um sich herum haben“. Davon sei man aber noch entfernt. „Aktuell fühlt es sich nicht gut an, in Hamburg oder anderen Städten Fahrrad zu fahren.“

Auf dem Weg vom Bahnhof ins Büro hätte sie sich wie auf einem Trailerpark gefühlt – überall nur große Autos. Wenn sie in Hamburg auf der Straße zu Fuß unterwegs sei, würde sie mit ihrer Körpergröße von 1,68 Meter angesichts der vielen SUVs das Gefühl haben, „gegen eine Küchenschrankwand von Auto“ zu laufen. Da frage sie sich: „Was ist hier eigentlich los?“ Die Autos, die die Industrie baue, seien viel zu groß – und würden damit zugleich auch zu viel Platz in der Stadt beanspruchen. Deshalb brauche es Regulierung, damit sich etwas ändert. Wie Diehl sagt, hätte ihr bei einem Vortrag einmal ein Mitfünfziger aus dem Publikum gesagt, dass er weiter seine Tochter morgens 800 Meter zur Kita bringen würde, wenn ihm das nicht verboten würde.

Im ländlichen Raum Alternativen zum Auto fordern

Doch was ist mit den Menschen im ländlichen Raum? Können die auf ein Auto verzichten? Sie selbst würde ein Viertel ihres Lebens nach wie vor im ländlichen Raum bei ihren Eltern verbringen, da sie „ihre Mama unterstütze“ und da wisse sie, dass es dort zum Auto keine Alternative gebe. „Da sind die Menschen gezwungen, Auto zu fahren“.“

Der gesamte Text findet sich hier.

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