Verschwommenes Selfie einer Person mit Brille, die leicht lächelt und ein schwarzes, rundes Objekt im Arm hält. Im Bild steht in großen weißen Buchstaben: „WACH WEGEN FRITZE.“

Fritz, China und die ewige Externalisierung von Klimaverantwortung

Tausendfach widerlegt, aber heute wieder an höchster Stelle im Bundestag: „Aber China…!!11“

Es ist ein Klassiker. Und doch immer wieder neu. Wer in Deutschland die Verantwortung für den Klimaschutz an andere Länder abgibt, hat entweder
das Prinzip der globalen Gerechtigkeit
oder
– die wirtschaftliche Realität noch nicht verstanden –
oder
beides.
Die Rede von den „Grenzkosten“ als Argument, den Klimaschutz auf globaler Ebene zu verschieben ist ein populärer Trugschluss.

Was wir hier erleben, ist die Fortführung von Trumpismus als Merzismus: Neokolonialismus in „Gutlaune des Gönners“ – die Verantwortung für den Klimawandel wird verlagert, als sei der Rest der Welt nicht Teil dieses globalen Systems.

Die Frage ist: Warum verdrängen wir die systemischen Fakten immer wieder?
Warum ignorieren wir die wissenschaftlichen Daten, die uns seit Jahrzehnten zeigen, dass der Klimawandel nicht nach nationalen Grenzen fragt?
In Europa hat sich jüngst die Zahl der Hitzetoten verdreifacht!

Dass es die Historie der Industrialisierung ist, die uns eine Verantwortung gibt, endlich entschlossen und solidarisch zu handeln – wird begeistert verneint.

Und dennoch wird an anderer Stelle „justiert“. Jede Woche eine neue Meinung, die sich auf einer neuen Umfrage aufbaut, die zwar häufig am Faktencheck scheitert, aber politisch-populistisch verlockt. Gönnen kann der Friederich in Sachen Verantwortung, die schiebt er gern eine Grenze, am liebsten einen Kontinent weiter. Fakten sind eher nicht so seins. Aber mit Meinung lässt sich schließlich wöchentlich NEU Politik justieren.

Die Klimakrise ist zu wichtig, um weiterhin als politisches Spielbrett benutzt zu werden. Die Zeit für solche Ausreden ist vorbei. Klimaschutz bedeutet Verantwortung übernehmen – für uns und für die nächsten Generationen.

Danke an Julia Verlinden, dass du faktenbasiert nachgefragt hast.
Ungeklärt für mich die Frage, wie ich bald in das zehnte Jahr meines „Engagements für die bessere Welt“ gehen soll, wenn die führenden Köpfe unseres Land Flacherdler sind.

,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Dir gefällt, was ich tue?

Unterstütze mich gern! Du und ich: Wir sind ein Kollektiv!

Detailbeschreibung ausklappen

Ich freue mich sehr, wenn meine Arbeit dir Mehrwert bietet und du mich dabei unterstützen möchtest!

Um meine Projekte langfristig fortsetzen zu können, möchte ich mir ein Grundeinkommen sichern. Seit einiger Zeit habe ich ein unterstützendes Team um mich aufgebaut: Jemand kümmert sich um meine E-Mails, eine andere Person übernimmt meinen Instagram-Account, und ein weiterer Mensch mixt meinen Podcast ab. Auch mein Steuerberater und meine Rechnungsfee gehören dazu. Dieses Outsourcing entlastet mich enorm, bringt aber natürlich auch Kosten mit sich. Deshalb möchte ich im ersten Schritt diese Kosten decken und freue mich über jede Unterstützung.

Exklusive Inhalte und virtuelle Treffen

1 × wöchentlich schaue ich in den Rückspiegel: Wo stehen wir in der Mobilitätswende? Und gebe Abonnent:innen exklusive Inhalte.

Detailbeschreibung ausklappen

Für nur fünf Euro pro Monat erhältst du meinen wöchentlichen Steady-Newsletter. Es gibt auch weitere Pakete, die Gastzugänge oder größere Pakete für Unternehmen beinhalten, die bis zu 20 Zugänge für Mitarbeiter:innen oder Kolleg:innen bieten. Bei den größeren Paketen ist ein virtuelle