Carsharing ist der Schlüssel zu einer gerechten und nachhaltigen Mobilitätswende!
Jeden Tag stehen in Deutschland Millionen Autos still. Können Sie sich das vorstellen? Sie blockieren Stellplätze, prägen das Stadtbild und beanspruchen wertvollen Raum, der Menschen gehören sollte!
Die durchschnittliche Pkw-Dichte pro 1.000 Einwohner liegt in Deutschland bei 580 Pkw. Autos miteinander zu teilen, macht also Sinn, da der private Pkw in Deutschland durchschnittlich 23 Stunden pro Tag nicht genutzt wird. Ich finde das etwas absurd. Fahrzeuge sollten eigentlich Stehzeuge heißen.
Die autogerechte Stadt der Nachkriegszeit hat uns ein Erbe hinterlassen, das wir dringend hinterfragen müssen: Ist es wirklich sinnvoll, dass jeder Haushalt einen oder mehrere PKW besitzt, die 95 Prozent ihrer Existenz ungenutzt herumstehen? Ich finde: definitiv nicht!
Von der Besitzkultur zur geteilten Mobilität: Wie wir unsere Städte zurückerobern!
Die aktuelle Verkehrspolitik privilegiert nach wie vor den privaten Autobesitz. Parkplätze werden subventioniert, Straßen für den Individualverkehr optimiert, während Fußgänger, Radfahrer und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs oft das Nachsehen haben. Diese Gestaltung unserer Städte ist keine Naturgesetzmäßigkeit – sie ist das Ergebnis politischer Entscheidungen, die wir ändern können!
Für mich ist Carsharing ist ein zentraler Baustein dieser Mobilitätswende, die in Deutschland immer noch nicht wirklich begonnen hat. Es ermöglicht uns, die Vorteile individueller Mobilität zu erhalten, ohne die gesellschaftlichen Kosten des massenhaften Privatbesitzes zu tragen. Ein Carsharing-Fahrzeug ersetzt bis zu 16 private Pkw und laut Umweltbundesamt kann ein Carsharing-Auto mehrere Privat-Pkw ersetzen, was den Verkehrsdruck senkt und CO2 reduziert.
Endlich wird wieder mehr Fläche frei für das, was Städte lebenswert macht: Parks, Spielplätze, Radwege, Außengastronomie, Begegnungsräume. Das ist doch das, was wir alle wollen, oder?
Warum Carsharing die Mobilitätswende vorantreibt!
Die Transformation unserer Mobilität erfordert einen Paradigmenwechsel. Carsharing ist dabei kein isoliertes Angebot eines Carsharing Anbieters, sondern ein strategisches Instrument mit weitreichenden Implikationen.
- Flächengerechtigkeit schaffen: In deutschen Städten beansprucht der ruhende Verkehr enorme Flächen. Ein einziger Stellplatz bindet zwischen 12 und 15 Quadratmeter öffentlichen Raum. Wenn eine Carsharing-Flotte zehn private Fahrzeuge ersetzt, gewinnen wir über 100 Quadratmeter zurück – Raum für Bäume, Bänke oder Spielmöglichkeiten!
- Den psychologischen Wandel anstoßen: Das Auto als Statussymbol prägt unser Mobilitätsverhalten seit Generationen. Jüngere Generationen in urbanen Räumen definieren Freiheit neu: nicht durch den Autoschlüssel in der Tasche, sondern durch Flexibilität bei der Wahl des Verkehrsmittels. Und das finde ich großartig!
- Inklusive Mobilität ermöglichen: Carsharing darf kein Privileg für technikaffine Großstädter bleiben. Ein gut konzipiertes Carsharing Angebot kann Menschen Zugang zu Fahrzeugen bieten, die sich keinen eigenen PKW leisten können.
- Die Umwelt entlasten: Weniger Fahrzeuge bedeuten weniger Ressourcenverbrauch in der Produktion, weniger Energie für Wartung und weniger Flächenversiegelung. Carsharing Organisationen, die auf E-Autos setzen und ihre Flotte mit Strom aus erneuerbaren Quellen betreiben, verstärken diesen Effekt.
- Multimodalität stärken: Carsharing entfaltet sein volles Potenzial in Kombination mit anderen Verkehrsmitteln. Die Fahrt mit der Bahn zur Arbeit, das Fahrrad für den täglichen Weg, der Bus in der Stadt – und das Carsharing Fahrzeug für den Wocheneinkauf, den Ausflug mit Freunden oder den Transport sperriger Güter.
Wie steht es um Carsharing in Deutschland?
Carsharing ist in Deutschland in über 1.000 Gemeinden verfügbar und bietet eine flexible Alternative zum eigenen Auto. Es existieren zahlreiche Carsharing-Modelle: von großen Anbietern wie Sixt und Book n Drive über regionale Organisationen wie Stadtmobil bis hin zu Nachbarschaftsinitiativen, bei denen Nachbarn ihre Fahrzeuge teilen. Die deutsch Carsharing-Landschaft zeichnet sich durch eine große nationale Vielfalt aus, die verschiedene Bedürfnisse und Nutzungsszenarien abdeckt.
In Deutschland stehen 27.400 Fahrzeuge in stationsunabhängigen Systemen und 18.000 Fahrzeuge in stationsbasierten Systemen zur Verfügung. Die Flotten der Carsharing-Anbieter sind seit 2020 um 19.600 Fahrzeuge bzw. 56 % gewachsen.
Carsharing wird außerdem elektrischer und lokaler. Laut dem BCS-Bericht 2023 beträgt der Anteil der E-Fahrzeuge im Carsharing 22,1%, was die Bedeutung elektrischer Antriebe unterstreicht.
Aktuelle Trends im deutschen Carsharing-Markt:
| Carsharing-Modell | Aktuelle Entwicklungen | Rolle für die Mobilitätswende |
| Stationsbasiertes Carsharing | Starkes, stetiges Wachstum in Städten und Gemeinden. | Sehr hoch. Ersetzt nachweislich die meisten privaten PKW und befreit Straßen von parkenden Autos. |
| Free-Floating Carsharing | Leichter Rückgang in einigen Randgebieten, Konsolidierung der Anbieter. | Mittel. Bietet hohe Flexibilität, ersetzt aber weniger private Autos als stationsbasierte Modelle. |
Häufige Fragen zur Carsharing-Revolution
Absolut. Aber mit anderen Modellen! In ländlichen Regionen sind stationsbasierte Systeme oder Dorfautos oft erfolgreicher als Free Floating. Entscheidend ist die Anpassung an lokale Bedürfnisse.
Nicht durch Verbote, sondern durch bessere Alternativen! Wenn der Stellplatz vor der Tür einem Spielplatz weicht und das Carsharing-Auto drei Klicks entfernt bereitsteht, verändert sich die Kalkulation. Die Kosten des eigenen Autos werden plötzlich sichtbar und das Autoteilen zur attraktiven Option.
Kommunen brauchen den Mut, Flächen umzuwidmen und geteilte Mobilität zu privilegieren! Das bedeutet: weniger kostenlose Parkplätze für private PKW, mehr reservierte Stellplätze für Carsharing. Es bedeutet auch: Integration von Carsharing in ÖPNV-Tarife und Förderung von Anbietern, die auf Umweltstandards setzen.
Durch verschiedene Zugangswege: nicht nur über die App, sondern auch telefonisch. Durch transparente Preise ohne versteckte Kosten! Durch Fahrzeuge, die barrierefrei nutzbar sind – vom Kleinwagen bis zum Transporter. Durch Standorte auch in weniger privilegierten Stadtteilen, nicht nur in den schicken Vierteln.
MEINE EXPERTISE

Mobilitätswende aktiv gestalten
Die Mobilitätswende braucht mehr als gute Absichten. Sie braucht Expertise praktische Expertise, die Wissen in Handlung übersetzt!
Meine Arbeit wurde in zahlreichen Medien dokumentiert: vom SPIEGEL bis zur taz, von Deutschlandfunk bis ZDF. Mein Buch Autokorrektur hat die Debatte über Mobilität in Deutschland geprägt! Ich bringe diese Erfahrung in jedes Projekt ein.
Ich begleite Unternehmen und Kommunen dabei, den Wandel nicht nur zu verstehen, sondern mutig umzusetzen. Ob als inspirierende Keynote-Speakerin auf der Bühne oder als strategische Beraterin für Veränderungsprozesse: Holen Sie sich fundierte Expertise und neue Impulse für eine lebenswerte Zukunft in Ihr Team.
Keynotes und Vorträge
Meine Vorträge verbinden wissenschaftliche Fundierung mit einer klaren Sprache, die Menschen erreicht. Von der Konferenz mit 2.000 Teilnehmenden bis zum internen Strategietag – ich bringe die Botschaft auf den Punkt!
Strategische Beratung
Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte für Städte und Regionen. Wo macht Carsharing Sinn? Welcher Anbieter passt? Wie integrieren wir es in bestehende Strukturen? Diese Fragen beantworte ich gemeinsam mit meinen Auftraggebern – immer mit Blick auf die lokalen Bedingungen und die Menschen vor Ort.
Workshops
Praktische Umsetzung der Transformation zur geteilten Mobilität. In meinen Workshops entwickeln wir konkrete Maßnahmen, definieren Meilensteine und identifizieren Hindernisse!