Warum wir endlich aufhören müssen, Ausbeutung als Sozialargument zu verkaufen.
In Deutschland wird derzeit über eine neue Billig-Kaffeekette diskutiert.
Eines der Argumente lautet:
„Endlich können sich auch Ärmere Kaffee to go leisten!”
Das klingt sozial. Ist es aber nicht.
Die Wahrheit ist:
Was wir hier für 1,50 Euro trinken, zahlen andere teuer: Kaffeebäuerinnen und -bauern erhalten Hungerlöhne, Baristas verdienen den Mindestlohn und die Umwelt produziert Müllberge. Denn dieser Kaffee wird fast ausschließlich to go verkauft.
Einwegbecher, Plastikdeckel, zehn Minuten Genuss, Jahrhunderte Müll.
Eine Konsumart mit ausschließlich negativen Folgen.
Das gleiche Muster überall:
🤑 Lieferdienste: Scheinselbstständige hetzen für Cent-Beträge durchs Land.
🤑 Uber & Co.: Fahrer*innen ohne Arbeitsrechte, Löhne im Keller.
🤑 Fast Fashion: Menschen in Bangladesch nähen für Hungerlöhne.
🤑 Billigfleisch zerstört Klima, Tierwohl und faire Preise.
Und immer dasselbe Argument: „So können es sich auch Ärmere leisten!”
Meist von Menschen, die noch nie mit Menschen in Armut gesprochen haben.
Das ist zynisch.
Wir spielen Arme gegen Arme aus, anstatt das System zu ändern, das Menschen arm macht.
Die Wahrheit ist:
Ja, Dinge werden teurer, wenn wir fair produzieren.
Ja, wir werden uns dann vielleicht weniger Coffee to go leisten können.
Aber das ist kein Verzicht. Das ist Solidarität.
Mit jenen, die den Preis für unseren billigen Konsum zahlen.
Mit Menschen, die unter unwürdigen Bedingungen arbeiten.
Und mit dem Planeten, der unseren Müll nicht mehr verkraftet.
In unserem Portemonnaie liegt eine Kraft, die jedes Unternehmen fürchten sollte, wenn es gegen Menschenrechte verstößt.
Jeden Tag entscheiden wir, ob wir Ausbeutung finanzieren oder faire Arbeitsbedingungen, Menschenrechte und eine lebenswerte Zukunft für alle unterstützen.
Von Kaffee bis Mobilität treffen wir jeden Tag Entscheidungen, die einen Unterschied machen können.
Die Chance wäre riesig.
Statt immer billiger könnten wir endlich fragen:
Was ist uns ein menschenwürdiges Leben wert?
Wir müssen die Wirtschaft menschlich gestalten. Und jetzt damit starten!
Wie wichtig ist dir GLOBALE KlimaGERECHTIGKEIT?


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